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25 Apr

Virtual Reality Café in Wien: Spielerischer Ausflug in andere Welten

Virtual Reality ist bereits seit mehreren Jahren ein „heißes Thema“ der Gaming Szene und entwickelt sich fortgehend weiter – die eingesetzten Technologien werden immer innovativer, die Spiele vielseitiger, schneller und vor allem realer. Bereits 2015 hat VREI, Europas erstes Virtual Reality Café, in der Lindengasse im 7. Wiener Gemeindebezirk seine Türen geöffnet. Die Gründer Timon Liebau und Florian Sam haben damit einen Ort für begeisterte Gamer und Neugierige geschaffen.

Manche Spiele können auch gemeinsam erlebt werden und machen sie zu einem sozialen Erlebnis, mit besonders hohem Spaßfaktor. Bezahlt wird mit Coins, die in unterschiedlichen Mengen gekauft werden können. Das VREI soll aber nicht nur erfahrene Gamer anlocken sondern bietet bewusst eine große Breite an Angeboten, bei denen für jeden das richtige dabei ist. In einem Interview mit Gründer Timon Liebau, haben wir unter anderem über seine ersten Erfahrungen mit Virtual Reality gesprochen und mehr über die ausgetüftelten Spiele erfahren.

 


Was zeichnet die Virtual Reality Spiele aus?

Timon Liebau: Vor allem, dass sie mit einem VR-Headset gespielt werden. Dadurch betrachtet man nicht mehr ein Abbild einer dreidimensionalen Welt auf einem Bildschirm oder der Leinwand, sondern steht wirklich mitten drin. Die Brille liefert exakte, hochfrequente Bilder für beide Augen. Dadurch bekommt die Szenerie eine echte Tiefe wie in der realen Welt. Zusätzlich ist die Brille mit Sensoren versehen, wodurch der Computer immer die Position des Users erkennt und das zu Sehende anpasst. Die Handcontroller werden zu virtuellen Händen oder Werkzeugen, die einen mit der Umwelt interagieren lassen.

Wie kam es dazu ein Virtual-Reality Café zu eröffnen?

Timon Liebau: Ich war seit meiner Kindheit (in den 90-er Jahren) von der Idee begeistert. Ich habe schon damals im Disneyland Paris meinen ersten VR-Ride erlebt. Für mich als begeisterter Simracer (virtueller Rennfahrer) war klar, dass ich in Zukunft visuell wirklich im Auto sitzen werde und nicht mehr durch einen Monitor auf das Abbild einer Rennstrecke sehen will. Ich habe mich viel mit Freunden über die neue Technik unterhalten und dadurch wohl auch meinen jetzigen Geschäftspartner, Florian Sam, inspiriert. Nach einigen Gesprächen und dem gemeinsamen Testen der Hardware, haben wir die Firma gegründet.

 

 

 

 

 

Wie sieht die Auswahl an Spielen aus?

Timon Liebau: Wir möchten für jeden etwas dabei haben. Wir haben es auch nicht ausschließlich auf Gamer angelegt und das Ambiente eines Cafés bewusst gewählt, um wirklich ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Natürlich ist im Einsteigerpaket auch eine Hochhaus-Erfahrung dabei und technisch extrem hochwertige Racingcockpits mit bewegten Sitzen dürfen auch nicht fehlen. Wir bieten Spiele und passivere Erfahrungen wie virtuelle Reisen sowie Bildendes und Künstlerisches an.

Was war Deine bisher einprägsamste Virtual Reality Erfahrung?

Timon Liebau: Da gibt es wohl zwei Erfahrungen die sehr einprägsam waren. Zum einen schlotterten mir die Knie als ich 2012 eines der neuen Headsets mit Positionserkennung getestet habe und vom Hochhaus springen sollte. Zwar war das Hochhaus optisch weit weg von einer realen Darstellung, aber das Empfinden der Höhe und Tiefe, war unglaublich real.
Das zweite sehr eindrucksvolle Mal war wohl als ich den ersten Prototyp endlich selbst zu Hause mit einer Rennsimulation testen konnte. Ich war in einem Formel-Wagen auf einer Stadtstrecke unterwegs und nach ca. 20 Minuten habe ich total vergessen, dass es nur virtuell ist. Gerade dann erlebte ich meinen ersten Crash und fuhr ungebremst in eine Mauer, wodurch es mich mehrere Male überschlagen hat. Die Todesangst und Übelkeit, beziehungsweise mein Gesichtsausdruck im Spiegel danach, wird mir wohl ewig im Gedächtnis bleiben.

 

Was denkst Du, wie die Zukunft der Virtual Reality Spiele aussehen wird?

Timon Liebau: Kurz gesagt schärfer und umfangreicher, aber auch populärer. Auch wenn die Technik schon wirklich überzeugend funktioniert sind wir erst am Anfang. Noch sieht man Pixel und durch die nötige Rechenleistung wirken viele Spiele von außen wie die von vor 10 Jahren. Auch der Preis wird entscheidend sein. Es braucht jetzt einfach noch ein bisschen Zeit um die Leistung zu steigern, die Preise zu senken und die Gamer von dieser völlig neuen Art des Gamings restlos zu überzeugen. Auch wenn es mit der Massenadaption nicht ganz so schnell geht wie sich das viele in der Industrie wünschen würden, ist die Entwicklung beeindruckend.

VR-Café
Lindengasse 53
1070, Wien
Österreich

 

Fotos: VREI

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