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23 Aug

Store „Schöne Dinge mit Geschichten“: Schätze einer Weltenbummlerin

Ein farbenfrohes Geschäft, gefüllt mit Kostbarkeiten wie aus Tausendundeiner Nacht, findet sich ganz zentral im ersten Wiener Gemeindebezirk. „Schöne Dinge mit Geschichten“ heißt der kleine Laden, mit dem sich die Weltenbummlerin Roswitha Mayer ihren Traum erfüllt hat.

Das meiste, das man bei „Schöne Dinge mit Geschichte“ findet, stammt von einem sozialen Projekt oder einem lokalen Handwerksbetrieb. Jedes der Produkte hat seine eigene Geschichte zu erzählen, die von der Ladenbesitzerin höchstpersönlich ausgewählt wurden. Meist in einem weit entfernten Winkel dieser Erde, wie Indien, Bali oder Madagaskar. Neben hochwertigen Textilien, wie feinen Tüchern aus Kaschmir, bestickten Wandteppichen oder seidener Bettwäsche, gibt es auch Schmuck und Taschen zu entdecken. Wer hier vorbeikommt sollte ein wenig Zeit mitbringen, um sich in Ruhe umsehen zu können und Geschichten aus aller Welt zu lauschen!

Wir haben mit Roswitha Mayer unter anderem darüber gesprochen, wie sie sich von lieb gewonnenen Stücken wieder trennen kann und was das Reisen für sie bedeutet.

Mein eigenes Geschäft bedeutet für mich …

Roswitha Mayer: … ein Kreativraum! Es soll ein Miteinander sein mit meinen großartigen Mitarbeiterinnen, die soviel an Einsatz, Energie, Freude und guten Ideen einbringen. Und es soll ein Begegnungsraum sein, in dem Menschen sich wohl fühlen und inspiriert, die eigene Schönheit wahr zu nehmen und zugleich mit den schönen Dingen auch die Menschen sehen, die sie gemacht haben. Ich möchte Verständnis für andere Kulturen wecken!

 

Foto: Anders Nilson

 

Sind alle Produkte von den Reisen selbst mitgebracht? 

Roswitha Mayer: Ja, bis auf wenige Ausnahmen habe ich jedes einzelne Produkt in meinem Geschäft selbst auf Reisen ausgesucht und mitgebracht. Das heißt natürlich nicht, dass ich alles im eigenen Koffer transportiert habe, aber doch sehr vieles.

 

Foto: Anders Nilson

Was ist ihr liebstes Reiseziel?

Roswitha Mayer: Indien, ganz eindeutig Indien. Ein Zufall hat mich vor elf Jahren nach Südindien gebracht und seither bin ich kreuz und quer von der Südspitze bis nach Kashmir und Ladakh gereist. Es ist für mich jedes Mal noch ein Stückchen mehr zu Hause und ich vertiefe die Freundschaften mit „meinen Familien“. Ich lerne immer mehr dazu und schmunzle manchmal, was sich hinter der buntschillernden „Touristenfassade“ verbirgt!

Wie verläuft ein Tag auf Reisen?

Roswitha Mayer: Ich bin sehr flexibel und neugierig und bereit Anregungen aufzugreifen und zum Beispiel ganz spontan einen Markt, einen Tempel oder eine Hochzeit zu besuchen. Außerdem bin ich in sehr verschiedenen Gegenden unterwegs, denn innerhalb Indiens sind die Traditionen und Kulturen je nach Religion, Kaste, Bildung, etc sehr unterschiedlich. Ich war in den letzten Jahren in Indien nie mehr in einem Hotel oder Guesthouse, sondern bleibe immer bei Freunden. Reisen tue ich vorwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Beispiel mit dem Zug oder Bus.

Ist es schwierig für Sie, sich von den auf Reisen entdeckten Produkten wieder zu trennen?

Roswitha Mayer: Ja, manchmal gibt es Lieblingsstücke, die ich nur ungern wieder hergebe. Besonders bei edlen und hochwertigen Handarbeiten, die in wochenlanger Arbeit gefertigt wurden und wo ich vielleicht auch dem Handwerker zugeschaut habe, geht es mir so. Wenn dann jemand kommt, der sich genauso dafür begeistert oder einer geliebten Person ein Geschenk damit machen will, dann ist es eine Freude für mich, dass dieses Stück seinen guten Platz gefunden hat.

 

Adresse: 
Plankengasse 1
1010 Wien

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