5 Online-Spaces, die Kunst nach hause bringen

Die Kunstwelt hat sich in den letzten Wochen einiges einfallen lassen (müssen), um weiterhin ihr Publikum zu erreichen. Dies geschah so umfassend, dass der Senior Art Critic für das New York Magazine, Jerry Saltz, seine Kolumne,„The Last Days of the Art World … and Perhaps the First Days of a New One.“, titelte.

Und es tut sich tatsächlich sehr viel. Von Museumsrundgängen in 3D bis hin zu virtuellen Galerien, die Kunstschaffenden Plattformen bieten, oder dem „letzten Kunst-Gott“ (© Die Zeit) Neo-Instagram-Master Damien Hirst, der seinen Followern live Fragen beantwortet und auf Snapchat seine berühmte Spin Art mithilfe von Filtern verändern lässt – ein so breites Online-Angebot für den Kunstgenuss hat es noch nie gegeben.

Auch Kunst-eCommerce Profis wie Paul Becker, CEO der Plattform ArtMoney, prophezeien der Kunstwelt einen starken Shift in Richtung Online-Welt. ArtsHub spricht dabei, wie Jerry Saltz, von einer unumkehrbaren Trendwende.
Auch die Online-Aktivitäten rund um Kunst-Performances sind so mannigfaltig, dass es mittlerweile schon fast unübersichtlich geworden ist. Deswegen hat das #jungbleiben Magazin hier ein paar Empfehlungen für die arty Couch at home.

1. The Cindy Sherman Effect in Wien

Eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart, Cindy Sherman, ist gerade in einem einzigartigen Austellungskonzept im Bank Austria Kunstforum Wien zu sehen. Kuratorin Bettina M. Busse setzt die Arbeiten Shermans in Kontext mit jüngeren Kunstschaffenden, deren Arbeiten sie beeinflusst hat. In einem Video-Rundgang erzählt die Kuratorin über die Hintergründe zur Ausstellung.

 

2. MoMA’s free Massive Open Online Courses

Das MoMA New York startet Online-Kurse für alle, die sich weiterbilden möchten. Kunstschaffende, Kuratoren und Kunsthistoriker sind mit dabei. Von Fashion & Design über Fotografie ist alles mit dabei, was das kunstaffine Herz höher schlagen lässt.

3. Rubenshaus: Ein Rundgang mit dem Museumsdirektor

Das „Rubenshuis“ in Antwerpen, das dem Maler Peter Paul Rubens als Atelier und Wohnhaus diente, ist heute einer der Attraktionen in Antwerpen. Das Museum ist nicht nur mit einer beachtlichen Sammlung an Rubenswerken ausgestattet, sondern hat auch einen passionierten Rubens-Liebhaber als Direktor: Ben van Beneden. Er führt die Besucher in Videos jetzt erstmals durch das Museum. Eine Führung, die man sonst garantiert nicht so schnell machen kann. (Videos auf  YouTube, Englisch).

 

4. Frieze Viewing Room

Von 8. bis 15. Mai 2020 wird der Frieze Viewing Room von New York, London und Berlin aus starten. Hierbei werden etablierte und aufstrebende Contemporary Artists ihre Kunst digital präsentieren. Über 200 Galerien aus der ganzen Welt nehmen daran teil. Wer einen Zugang zu einem der größten Online Pop Ups der Kunstwelt haben möchte, kann sich ab sofort registrieren.

5. #tussenkunstquarantaine

Sich mit Kunst spielerisch auseinander zu setzen, geht oft im großen, seriösen Kunsttrubel unter. Wie kreativ und inspirierend es allerdings sein kann, wenn man zu hause seinen Kleider-/Badezimmer-/Küchenschrank nach tauglichem Utensil durchsucht, ist auf dem dänischen Instagram-Channel @tussenkunstquarantaine zu finden. Der Name ist von der TV-Serie „Tussen Kunst en Kitsch“ entlehnt, was so viel wie „Zwischen Kunst und Kitsch“ bedeutet.

 

 

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Walking on sunshine 🌤 #tussenkunstenquarantaine #betweenartandquarantine #artenquarantaine #usedprops✔️ @fotomitos

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