4 Soulfood-Sundays im Advent

Die Adventsonntage stehen vor der Tür und damit auch der Countdown zum großen Fest. Besonders während dieser Zeit ist die Entschleunigung an den Wochenenden wichtig, weswegen wir auch diese zum Anlass genommen haben, um einfach mal wieder wunderbares Soulfood zu kochen und backen. Dass die Rezepte (bis auf den Stollen) nicht besonders aufwendig sind und man nicht Stunden in der Küche verbringen muss, ist natürlich ein wichtiges „add on“ für das stressfreie Wochenende.

 

1. Soulfood-Sunday: Poffertjes

Schon mal eine gusseiserne Pfanne mit kleinen Einbuchtungen gesehen und gefragt, wofür man die wohl braucht? Dann muss man nur einen Niederländer oder eine Niederländerin fragen, denn die sogenannten Poffertjes werden in eben jener Pfanne gemacht. Doch man braucht sie nicht unbedingt, um im fluffigen Foodie-Himmel zu schweben. Sie gehen auch ohne.
Die Mini-Pancakes gehören in den Niederlanden zu den traditionellen Süßspeisen, die pur oder in Kombination mit griechischem Joghurt, Zimt, Früchten, Staubzucker, Ahornsirup, Honig, Schokoladensauce oder Karamellsirup in den Top 10 unserer Soulfoods rangieren.

Wer seinen Gästen Poffertjes serviert, wird mit Sicherheit um das Rezept gefragt werden. Deswegen haben wir dieses hier auch gleich parat:

Zutaten für 4 Portionen

3 Eier
80 g Feinkristallzucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 TL Backpulver
130 g Mehl
170 ml Milch
Butterschmalz, Ghee oder Butter
Topping nach Wahl (siehe oben)

 

Wer keine Poffertjespfanne hat, kann eine normale oder – besser noch –
eine Crêpepfanne
verwenden.

 

Und so geht’s

Zucker, Vanillezucker, Eier und Milch zu einem Teig verrühren.

Mehl sieben und mit Backpulver separat vermengen, unter die Zucker-Ei-Mischung unterheben
und den Teig 25 Minuten bei Zimmertemperatur festigen lassen.

Die Pfanne einfetten und mit einem Esslöffel Portionen auf den heißen Pfannenboden setzen. Nach kurzer Zeit wenden und auf beiden Seiten goldbraun backen.

 

2. Soulfood-Sunday: Linguine à la Mama

Ob selbstgemachte oder fertige Pasta: Linguine sind an einem kalten Dezembersonntag genau das richtige, um einen Filmabend mit Freunden und Familie zu zelebrieren oder es sich auch solo mal gemütlich zu machen. Unser Saucen-Rezept kann übrigens auch vegetarisch mit Räucher-Tofu zubereitet werden. Einfach ausprobieren!

Zutaten für 4 Portionen

700 g Linguine

150 ml Kochobers
3 Eier
150 g Speck nach Wahl (würfelig geschnitten)
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Pfeffer & Meersalz
1 Handvoll roter Basilikum
200 g Parmesan

 

Und so geht’s

Pasta während der Zubereitung der Sauce parallel kochen.

Kochobers mit Eier und Meersalz mit Hilfe eines Schneebesen vermischen.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen (nicht zu heiß werden lassen, sonst wird der Geschmack bitter) und die Speckwürfel mit einer zerriebenen Knoblauchzehe anschwitzen.

Den Obers-Mix hinzufügen und rühren. Dazu kommen jetzt noch 100 g Parmesan.

Pasta al dente kochen, gut abtropfen lassen und in der Pfanne hinzufügen.
Noch ein wenig in der Sauce schwenken und schon kann angerichtet werden.
Mit dem restlichen Parmesan und den Blättchen vom roten Basilikum anrichten.

 

 

 

3. Soulfood-Sunday: Mini-Smörgåsbord für den Brunch

An unserem dritten Soulfood-Advent-Sunday laden wir zum Brunch und verknüpfen dies gleich mit der skandinavischen Tradition des Smörgåsbord, das vor allem allen „Nicht-KöchInnen“ in die Hände spielt. Hier werden lediglich die Dekorationskünste auf die Probe gestellt. Tipp: Wer keine große Servierplatte hat, kann auch auf ein großes Schneidbrett zurückgreifen.

Vorschläge für die „Zutaten“ für unser Smörgåsbord

Käse: Bergkäse, Camembert, Cheddar
Prosciutto oder Tiroler Bergspeck, dünn geschnitten
Mandeln
Oliven: gefüllt mit Mandeln, Knoblauch oder pur
hart gekochte Eier (Wachteleier sehen besonders dekorativ aus)
Frühstücksspeck gebraten
Weintrauben
Feigen
Gewürzzweige von z.B. Thymian oder Rosmarin

 

Wer übrigens auf der Suche nach Frühstücks- und Brunch-Rezepten ist, dem können wir das Buch „Morgenstund“ von dem österreichischen Bloggerinnen-Duo „Die Frühstückerinnen“ empfehlen!

 

 

4. Soulfood-Sunday: Der Stollen

Am vierten Adventsonntag wird es bei uns klassisch: Der Christstollen hat in Österreich Tradition und geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Damals wurde er – in der Fastenzeit – ohne Butter gemacht und war damit ziemlich hart. Erst durch einen Bittbrief des sächsischen Prinzen Albert der Weise erlaubte der Papst den Einsatz von Butter für den Stollen. Damit war es dann vorbei mit Fasten – der Stollen, wie wir ihn heute kennen, hat nicht mehr viel mit seinem mittelalterlichen Ursprung zu tun. Glücklicherweise!

 

Zutaten

850 g Universalmehl
300 g Rosinen & kandierte Früchte
150 g Rosinen
Schalenabrieb einer unbehandelten Zitrone (oder Zitronat)
50 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
100 ml Rum
150 g Zucker
2,5 TL Lebkuchengewürz
1 Würfel frische Hefe
150 ml Milch
200 g Butter
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
Staubzucker

 

Und so geht’s

Gewürze, Zitronenschale und kandierte Früchte mit Rum vermengen und beiseite stellen.

Mehl sieben und in einer Schüssel mit der zerbröselten Hefe, zwei EL Zucker, Eier, der in Flocken geschnittenen Butter, Vanillezucker und der angewärmten Milch verkneten, 30 Minuten zugedeckt stehen lassen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und mit der Rum-Früchte-Mischung sowie den gemahlenen Nüssen auf einer sauberen Arbeitsfläche verkneten.

Den Teig in „Brotform“ bringen und auf einem Backpapier im vorgeheizten Backrohr bei Ober-/Unterhitze und 160 Grad 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, um zu sehen, ob der Stollen fertig ist und anschließend auskühlen lassen.

Nach dem Auskühlen großzügig mit Staubzucker bestreuen.

 

 

Der Stollen ist übrigens ideal, um in einer Keksdose aufbewahrt und zum Weihnachtstag verspeist zu werden. Wer Rosinen nicht mag kann den Stollen auch mit Mohn oder Marzipan befüllen.

 

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