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4 Jul

Saborka: Maßgeschneiderte, vegane Accessoires aus Wien

Sabrina Satzinger hat ihr veganes Label Saborka vor rund zwei Jahren gegründet und über die Zeit ein buntes Sortiment auf die Beine gestellt, das mitunter aus handgefertigten Kosmetiktaschen, Rucksäcken, Geldtaschen und Reisepass Hüllen besteht. Weiterhin macht die junge Frau alles alleine – vom Design bis hin zur Prototypenentwicklung und Fertigung, alles direkt in Wien.

Ihr eigenes Label beschreibt Sabrina Satzinger mit den Worten „Zeitlos, Clean und Fair“ und fasst damit den Spirit ihrer Marke wunderbar zusammen. In einem Interview haben wir noch mehr über die Wiener Accessoires und die Person dahinter erfahren.

Wo lässt Du Dich inspirieren?

Sabrina Satzinger: Eigentlich überall – das können alte Fotos sein, Streetstyle, oder auch der ganz normale Alltag. Mir ist es wichtig, dass meine Produkte einen alltäglichen Zweck erfüllen und dabei schön zum anschauen sind.

Hast Du ein persönliches Lieblingsstück aus Deiner Kollektion?

Sabrina Satzinger: Das ist echt schwer zu sagen, ich liebäugle immer mal wieder mit einem anderen Stück. Aber eine ganz besondere Liebe hab ich zu den Produkten aus dem grünen bestickten Stoff, aus dem auch das Sonnenbrillenetui gemacht ist. Dieser Stoff war einer der ersten Stoff die ich mir in meiner Selbstständigkeit zugelegt hab und liegt mir daher besonders am Herzen.

Warum arbeitest Du mit Fake-Leder?

Sabrina Satzinger: Leder ist ein schönes und strapazierfähiges Material, aber ich persönlich wollte selbst nie damit arbeiten. Zum einen ist mir der Verschnitt durch die natürliche Form des Leders zu groß und zum anderen gibt es schon so viele wunderbare Alternativen wie eben z.B. Kunstleder. Außerdem finde ich es toll, dass ich Kundinnen und Kunden hier eine Alternative zu den regulären Lederprodukten bieten kann.

Welchen beruflichen Hintergrund hast Du?

Sabrina Satzinger: Ich hab damals die 5-Jährige Modemarketing Ausbildung an der Herbststrasse besucht und einige Praktika bei der Österreichischen Designerin Eva Poleschinski gemacht. Eva’s Label hat mir damals einen Guten ersten Eindruck gegeben was es bedeutet sein eigenes Label zu führen. 2013 habe ich dann endlich meine erste Erfahrungen mit der Produktion von Rucksäcken gemacht habe und all das nur weil ein Freund an mich geglaubt hat und mir die Chance gegeben hat kreativ zu sein. Das hat mich im Endeffekt auch dazu inspiriert mein eigenes Label zu gründen und ich hab es bisher nicht bereut!

“Bei den Rucksäcken zum Beispiel, nähe ich das Label ganz zum Schluss per Hand an, da ich wirklich gerne von Hand nähe – denn auf meine Hände kann ich mich verlassen.”

 

Wie sieht der Prozess bis zu einem fertigen Produkt aus?

Sabrina Satzinger: Meist kommt mir die Idee bestimmter Produkte wenn ich mir selbst denk das mir ein bestimmtest Produkt im Alltag fehlt. Wieder andere sind aus dem Wunsch entstanden übergebliebenen Stoffresten eine neue Chance zu geben. Beginnen tut jedenfalls alles mit einer Idee, welche ich dann in einen Schnitt umwandle, um den Prototypen herzustellen. Dann trage ich die Prototypen für einige Zeit um herauszufinden wie sich das Produkt im Alltag schlägt und ob der Schnitt oder eine bestimmte Naht irgendwelche Schwachstellen hat. Erst wenn hier alles passt, setze ich einen Schnitt für die reguläre Fertigung um. Bei den Rucksäcken zum Beispiel, nähe ich das Label ganz zum Schluss per Hand an, da ich wirklich gerne von Hand nähe – denn auf meine Hände kann ich mich verlassen.

Wie soll sich Saborka in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Sabrina Satzinger: Ich hoffe, dass sich meine “one-woman-show” in Zukunft ausbaut und ich weitere Personen im Team willkommen heißen kann. Aber auch die Nachhaltigkeit meiner Produkte ist mir ein großes Anliegen und möchte ich daher stets verbessern.

 

Erhältlich sind die schönen Stücke in Sabrina Satzingers eigenem Webshop und bei Cosmeterie. Aber auch bei Pop Up Gelegenheiten wie dem Feschmarkt ist Saborka gerne einmal vertreten, beziehungsweise seit neuestem in der Staudigl Naturparfumerie (auf der Wollzeile).

 

Fotos: Rebekka Hofmann

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