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22 Nov

Tassel Tales: Ein Wiener Label, das die große, weite Welt tragbar macht

“Fair, bewusst und nachhaltig“, mit dieser Prämisse haben Alexandra Eisl, Stephanie Klein und Sophie Eisl im Juni 2017 gestartet. Die herkömmliche Modeindustrie hinter sich zu lassen und neue Produkte zu kreieren, die Menschen und Umwelt dienen, ist das Ziel hinter Tassel Tales. Das Label mit starkem Yoga-Bezug hat sich in Mode-Insiderkreisen schon einen ersten Namen gemacht. 2019 wird man sicher noch viel von ihnen hören!

 

Bitte erzählte über euch! Wie kam es zu Tassel Tales?

Die Modeindustrie ist nach der Ölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer weltweit. Wir wollten das aktiv verändern und einen positiven Beitrag leisten. Die logische Konsequenz war dann etwas eigenes zu gründen. Denn Nachhaltigkeit kann stylisch, chic und sogar sportlich sein – zu einem fairen Preis – ohne beim Designanspruch Abstriche machen zu müssen. Das möchten wir mit unseren Bohemian Designs und der Yoga Wear beweisen.

Welche Anfangsschwierigkeiten gab es?

Es war nicht einfach eine völlig transparente, nachhaltige und faire Produktionskette in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Aber uns macht es besonders Stolz, dass wir genau das innerhalb eines Jahres geschafft haben. Wir haben unglaubliche Produktionspartner gefunden, die das selbe Ziel und den selben Spirit haben wie wir. Das Schöne ist, unser Kunde konnte schon von Beginn an jeden einzelnen Produktionsschritt nachvollziehen. Wir veröffentlichen wie und wo unsere Produkte hergestellt werden und welche Menschen daran beteiligt sind und davon profitieren. Das bedeutete viel und vor allem tiefgehende Recherche für uns.

Was ist das besondere an Tassel Tales?

Die Geschichte die hinter jedem einzelnen Produkt steckt, an dem die unterschiedlichsten Menschen beteiligt waren. Alle Styles und Designs von Tassel Tales werden in den verschiedensten Orten der Welt produziert und zum Großteil von Frauenkollektiven handgefertigt – selbstverständlich fair und nachhaltig. Dafür stehen wir – denn von Frauen für Frauen so lautet unsere Devise.

Tassel Tales ist besonders vom Boho Chic inspiriert und von Reisen in ferne Länder – gibt es eines an das ihr beim Designen besonders denkt?

Unsere größte Inspiration sind Marokko und Indien. Länder mit leuchtenden Farben, verspielten Mustern und bezaubernden Stoffen. Ganz besonders haben wir uns bei der aktuellen Kollektion von den traditionellen, marokkanischen Teppichweberinnen inspirieren lassen. Diese spielen auch eine große Rolle in der Entwicklung von eigenen Mustern für unsere Styles.

Wohin wird es in Zukunft gehen? Was sind eure nächsten Ziele?

Unser Ziel ist es weiterhin eine Transparenz für den Kunden zu schaffen, Menschen fair zu entlohnen und nachhaltige Produkte anzubieten, die unsere Umwelt schonen. Natürlich wünschen wir uns eine allgemeine Umstrukturierung der Modeindustrie. Es muss ein komplettes Umdenken stattfinden. Die Menschen müssen die Chancen des fairen Handels erkennen. Denn nicht nur Unternehmen, gerade auch Konsumenten können das Vorankommen durch ihre Nachfrage steuern.

 

Wo kann man euch schon kaufen?

Online auf tassel-tales.com. Dazu veranstalten wir regelmäßige Pop-Up-Shops in Österreich und Deutschland. Unsere Verkaufsreisen kann man auch auf unserer
Website und auf Social Media bei Instagram und Facebook verfolgen.

Yoga ist auch ein wichtiger Teil von Tassel Tales, welche Produkte dürfen bei keine Yogini von euch fehlen?

Unsere neue Organic Cotton Yoga Wear, die mit unserem eigens entworfenen Print bedruckt ist und selbstverständlich nachhaltig produziert wird. Sie ist ab Dezember erhältlich und unglaublich bequem. Gerade die Auswahl der Stoffe ist ein so wichtiger Bestandteil unserer Kollektionsentwicklung, vor allem weil wir ein nachhaltiges Unternehmen sind. Wir orientieren uns natürlich auch an Trends – Leisure Couture zum Beispiel oder klassischen Streetstyles, aber entwickeln sie eben nachhaltig weiter. Yoga Wear kann auch hip sein. Sportprodukte aus Polyester wird man bei uns aber nicht finden, da es ein Kunststoff ist und deshalb nicht in Frage kommt.

 

 

Fotos: Lisa Winter

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