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9 Aug

Mit dem Naturhistorischen Museum Wien “Am Laufsteg in die Vergangenheit”

 

Wie interessant Geschichtsunterricht doch sein kann! Das Naturhistorische Museum Wien präsentierte während des “Summer of Fashion” Programm im MuseumsQuartier eine Modenschau an verschiedenen historischen Gewändern.

Zahlreiche Besucher waren gekommen, um die über 100 Kostümensembles zu sehen, die während einer Modenschau am Laufsteg im MQ-Hof gezeigt wurden. Zu einer Zeit, als Kleidung zu den kostbarsten Dingen in einem Haushalt gehörte und Fashion Weeks oder Kollektionen von Designern und Marken in weiter Ferne, drückte die Kleidung nicht Individualität oder Befindlichkeiten aus, sondern die Zugehörigkeit zum Stand, Alter oder bestimmte soziale Ränge. Die Farbe Purpur beispielsweise, die aus der Purpurschnecke gewonnen wird, war im alten Rom nur den Senatoren vorbehalten, die diese als Erkennungsmerkmal tragen durften.

Auch woher die Zipfelmützen für Zwerge wie z.B. in “Schneewittchen und die 7 Zwerge” herrührt, kann man aus den Kostümen erahnen. So wurde ein Hutmodell aus der Hallstattzeit präsentiert, das im Bergbau von Arbeitern getragen wurde und sehr stark an die Zipfelmützen von den Gebrüdern Grimm erinnert.

Aber auch aufsehenerregende Looks wie Lady Gaga sie heute produziert, sind nichts neues. Um das Jahr 1000 n. Chr. betonte sich schön langsam die Taille der Frau. Für die damaligen Verhältnisse ein Skandal!

Durch das Programm führten Karina Grömer und Helga Rösel-Mautendorfer. Die Modeschau war eine Kooperation zwischen den am Naturhistorischen Museum laufenden Forschungsprojekten “DressID – Kleidung und Identität”, sowie “CinBA – Creativity in Bronze Age”. Die Projekte versuchen die historischen Kleidungsgewohnheiten zu untersuchen und zu rekonstruieren.

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