Anton Defant Interview Design Week Wien 2023

Anton Defant im #jungbleiben Portrait

Das Thema Upcycling hat in den vergangenen Jahren berechtigterweise immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ein aufstrebender Künstler in diesem Bereich ist Anton Defant, er erfindet den Begriff des Upcyclings in seinen Arbeiten neu und schafft aus alten Dingen Skulpturen und Produkte.

Damit passt Anton perfekt zu Vöslauer und ist deshalb auch Teil unserer diesjährigen Kampagne, die ganz im Zeichen von reTHINK steht. Wir durften Anton ein paar spannende Fragen stellen.

 

Wie würdest du dich selbst in 5 Worten beschreiben?

Anton von Kiel nach Wien.

 

Wie sieht dein künstlerischer Werdegang aus – wann begann er und vor allem wie?

Ich denke, den Grundstein für meine Entscheidung ins Design zu gehen, habe ich mit dem Entschluss gelegt, mit dem Skateboard-Fahren anzufangen. Dadurch, dass Skaten mit vielen anderen kreativen Disziplinen verbunden ist, war der Weg nicht weit, seinen Style in vielen unterschiedlichen Medien zu suchen. Das, eine Prise Glück, Neugier und Ehrgeiz haben mich dann an die Angewandte gebracht und dieselbe Mischung treibt mich heute noch an.

 

 

 

 

 

In deiner Kunst spezialisierst du dich auf die Neuinterpretation von Möbeln. Wie entstand deine Begeisterung dafür?

 

Ich habe irgendwann begonnen, Freude am Beobachten des Alltäglichen und Trivialen zu bekommen.

 

Möbel und alle anderen Arten von Objekten sind dort ein perfektes Experimentierfeld, um mit jeglichen Erwartungen und Wahrnehmungen zu spielen.

 

Du arbeitest auch als Objekt-Designer, Art Director und Set Designer – was macht dir daran am meisten Spaß? Was ist die größte Herausforderung bei der Entwicklung eines neuen Design-Pieces?

Ich liebe es, Projekte als Ganzes zu betrachten und habe gerne die Möglichkeit, eine Idee in jedem Detail zu verfeinern.

Die größte Herausforderung dabei ist, sich den ganzen Weg durch das Konzept zu arbeiten und die Idee wie eine Artischocke zu schälen, bis man den Kern dessen gefunden hat, was der Entwurf können und oder sagen soll.

 

 

 

 

 

Bis vor Kurzem hast du auch für und mit Klemens Schillinger gearbeitet. Welche wichtigen Erfahrungen konntest du von dort mitnehmen?

 

Einige Erfahrungen, die ich gemacht habe, sind, dass Design mehr Logistik beinhaltet, als ich dachte, Pausen wichtig sind und viel Nonsense-Reden wertvoll ist.

Von Klemens kann man viel lernen.

 

Wie würdest du „Rethink“ für dich persönlich interpretieren?

Rethink bedeutet für mich, die Dinge um uns herum als komplex zu betrachten. In Betracht zu ziehen, dass sie zu jedem Zeitpunkt in anderen Augen neue Bedeutung und Funktion bekommen können.

 

Wie wichtig ist dir Nachhaltigkeit in deinem Leben und Schaffen?

Nachhaltigkeit ist für mich ein Gesamtkonzept. Für mich beinhaltet das Wort Nachhaltigkeit die Summe aller meiner materiellen, aber auch sozialen Entscheidungen.

 

Deine Stühle werden dieses Jahr auch auf der Vienna Design Week zu sehen sein, kannst du uns den Schaffensprozess dahinter etwas genauer erklären und uns zu den Stühlen etwas mehr erzählen?

Der Diamond Chair für Vöslauer ist eine einfache Geste. Eine Wiener Ikone collagiert mit Fertigteilen aus dem Straßenbau.

 

 

 

 

 

 

Welche Pläne hast du für die Zukunft? Hast du schon die nächsten Projekte am Plan?

Ich lebe und arbeite aktuell in Berlin. Dort habe ich ein wunderschönes Studio in einem Turm in einem vietnamesischen Großmarkt. Hier arbeite ich an meinen momentanen Projekten, unter anderem dem Redesign eines Waschbeckens zusammen mit Matthias Gschwendtner für Brandlhuber +, Rails für das Modelabel Mfpen aus Kopenhagen und neuen Variationen meines Sofas „Ballast“.

 

Was bedeutet nachhaltig #jungbleiben für dich?

Würdevoll älter zu werden.

 

Prickelnd, mild oder ohne?

Prickelnd.

 

 

 

 

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