Berlin, printed: Der Gloss der Hauptstadt

Berlin ist immer gegen den Strom geschwommen. Während im digitalen Zeitalter große Verlagshäuser mit Bangen in die Zukunft blicken, gibt die Magazinlandschaft Berlins mit seinen vielen Indie-Publikationen nicht auf. Im Gegenteil. Sie ist buzzing! Kommt die Liebe zum haptischen im Lesen zurück? Erlebt der totgesagte Print durch neue Impulse ein großes Revival? Wie auch immer es ausgehen wird, wir stellen hier vier Magazine aus der deutschen Hauptstadt vor, die ihre Nische gefunden haben und von passionierten Blattmachern herausgegeben werden.

SLEEK

Für seine unterschiedlichen Perspektiven auf aktuelle popkulturelle Ereignisse bekannt, bespricht SLEEK – auch online – die internationale Fashion- und Kunst-Szene. Die vierteljährlich erscheinende Publikation wird von „Magazin Connoisseur“ Christian Bracht herausgebracht und erhielt zahlreiche Branchenpreise. Zum 30. Jubiläum des Berliner Mauerfalls designte SLEEK 2019 zwei limitierte Sweater-Editionen mit dem Slogan „All Walls Fall“.

 

Berlin Quarterly

Aus Berlin – wie der Name schon sagt – stammend, gehen die Blattmacher und Redakteure für jede ihrer Ausgaben aber außerhalb der Stadtgrenzen. Berlin Quarterly kommentiert mit seinen Reportagen Literatur und Kunst und betrachtet diese dabei aus einer globalen Perspektive. Geschichten, die abseits des Mainstream unbeachtet bleiben, treten bei Berlin Quarterly vor den Vorhang, wie Chefredakteur James Guerin erklärt. Von einem kleinen Team, das sich mit viel Liebe Print und Storytelling verschrieben hat, entsteht das Heft bereits seit 2013 und beeindruckt stets mit spektakulären Titelfotos.

 

Œ

Das unabhängige Fashion-Magazin Œ versteht sich als Plattform für die Mode-Szene der deutschen Hauptstadt. Junge Talente und Fashion-Trends aus Berlin geben Impulse für die Gestaltung der Editorials der Ausgaben. Herausgeber Arne Eberle ist neben Blattmacher auch Gründer des Berlin Showroom sowie des dachshowroom, der – wie im Namen versteckt – auch österreichische Labels einbezieht.
Erhältlich sind die Œ-Ausgaben auch auf der Website des Magazins.

 

schluck magazin berlin

SCHLUCK

Haben wir je gedacht, dass wir ein „lässig entspanntes Weinkultur-Avantgarde-Magazin“ brauchen? Spätestens wenn man SCHLUCK in der Hand gehalten hat, beantwortet man es laut mit JA! und freut sich über den erfrischend anderen Stil, der Akteure aus der Weinszene zu Wort kommen lässt, wie es noch kein anderes Magazin geschafft hat. Zum Beispiel wurde für die erste Ausgabe (Foto links) der bekannte Fotograf Oliver Rath gewonnen, der ein Etikett nachstellte, das die Macher des Magazins „Charlie Hebdo“ entwarfen. Ganz unverkorkst (Sorry für das Wortspiel!), verschreibt sich SCHLUCK in jeder Ausgabe einem neuen Überthema. SCHLUCK ist, „wie eine nie enden wollende Weinverkostung mit den besten Freunden“, versprechen die Blattmacher Julia Klüber, Paul Truszkowski, Alexander Rabl und Christian Schärmer.

 


 

Der Händler

Wer jetzt auf den Geschmack ausgewählter Print-Blüten gekommen ist, der kann im Webshop von „Do You Read Me?!“ vorbeischauen. Das Unternehmen aus Berlin Mitte hat sich auf den Versand einer eklektischen Auswahl von besonderen Print-Magazinen verschrieben.

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