Bewegend inspirierend X boicut – die neue Vöslauer Sonderedition Nr. 8

Die Vöslauer Sonderedition Nr. 8 „Bewegend inspirierend“ ist da – designed von boicut. Der international gefeierte, zeitgenössische Künstler hat den Genuss von Mineralwasser in der Gastronomie in den Mittelpunkt seiner Artworks gestellt.

Wie auch in seine sonstigen Werke ist unsere Sonderedition von impulsiven Linien und inspirierenden Formen in kräftigen Farben geprägt. Illustrativ und farbenfroh erzählt er Geschichten aus seinem Alltag, in dem er sein inneres Kind immer bewahren möchte.

Wir haben boicut in seinem Atelier besucht, ihn dazu befragt, wie er sich sein inneres Kind bewahrt, wie er sich im Alltag inspiriert und wie er die Einstellung zum #jungbleiben mit seinem 82-jährigen Nachbarn teilt.

 

Du in 5 Worten …

Verspielt, schreckhaft, ungeduldig, intuitiv, leidenschaftlich 😀

 

 

 

Wie kam deine Liebe zur Kunst?

Meine Liebe zur Kunst war ein glücklicher Zufall vor ca. 15 Jahren. Selbst gerade in Wien angekommen und auch etwas perspektivenlos, habe ich eine Kunststudentin aus Berlin kennengelernt. Ich war dann ziemlich oft in Berlin und fand es super spannend, ihr beim Arbeiten zuzuschauen – bis sie mir mein erstes eigenes Skizzenbuch schenkte und ich plötzlich spürte, wie viel Spaß es mir machte, darin herum zu kritzeln.
Ich hab meinen Job geschmissen und mein Psychologiestudium gegen ein Grafikdesign-Kolleg ausgetauscht. Danach war ich in einer Agentur, um mir einen Polster anzusparen und hab abends und an Wochenenden an meinen Sachen gearbeitet. Als dann erste größere eigene Projekte und Ausstellungen reinkamen, hab ich gekündigt und angefangen, Vollzeit zu malen. Das ist jetzt 8 Jahre her.

 

Woher nimmst du deine Inspiration?

Meine Arbeiten sind oft sehr abstrakt. Viele Formen, die ich aufgreife, sind inspiriert von alltäglichen Objekten, die ich abstrahiere. Ich habe ein Fotoarchiv von Formen, die mich ansprechen und meistens schöpfe ich daraus und kombiniere sie mit Elementen, bis ich eine – für mich – stimmige Komposition habe.

 

Im Grunde sind meine Bilder visuelle Tagebücher

Im Leben, wie auch in der Kunst ist es mir wichtig, mein inneres Kind am Leben zu halten. Das beinhaltet, immer offen und neugierig für Neues zu sein – und manchmal auch verträumt . Ich denke, dass man das in meinen Bildern spüren kann.

 

Was hat dich zur Vöslauer Sonderedition inspiriert?

Ich nehme mir Zeit, um mich mit dem Produkt spielerisch auseinanderzusetzen, um es dann in meiner visuellen Sprache neu zu interpretieren. Kollaborationen nehme ich gerne zum Anlass, um bei meinem Workflow zu experimentieren.
Beim ersten Gespräch zur Sonderedition kam die Frage, ob ich für die drei Sorten mit Wein, Kaffee und Essen als Inspirationsquellen arbeiten könne, da das Situationen sind, zu denen man gerne ein Wasser trinkt. Mir hat das gefallen.

 

Ich experimentiere gern bei meinem Workflow

 

Für die Grundformen der jeweiligen Artworks habe ich weintraubengroße Farbtupfer zerdrückt, Buntstiftminen zu Pulver gemörsert und Wachsstiftminen in der Pfanne zerkocht. Die in meinen Bildern typischen Linien sind entstanden, indem ich aus Vöslauer Flaschen mit einem Recyclingtool Schnüre geschnitten habe und diese dann digitalisiert habe.

Welches deiner Projekte ist ein besonderes Herzensprojekt?

In den letzten 8 Jahren gab es eine Menge schöner Projekte, sowohl auf der persönlichen Seite mit Sachen wie ein einmonatiger Aufenthalt in Miami, wo ich von der Art Wynwood eingeladen wurde und eine Art Open Studio auf der Messe hatte, als auch auf der Kollaborationsseite mit Arbeiten wie die nachhaltigen Sportjacken mit Montreet oder die Gestaltung der Pixelserie mit Bene.
Die Sonderedition mit Vöslauer ist jedoch mit Abstand mein umfangreichstes kommerzielles Projekt. Vor circa 9 Monaten kam die Anfrage. Ich hatte vollkommen freie Hand, um viel zu experimentieren.

 

Wer ist für dich eine inspirierende Persönlichkeit?

Menschen, bei denen ich spüre, dass sie mit Leidenschaft an einer Sache arbeiten und darin vollkommen aufgehen. Menschen, die einen Traum haben und sich von nichts und niemandem davon abreden lassen, egal wie absurd die Idee manchmal erscheinen mag. Diese Menschen haben oft ein Funkeln in den Augen, wenn sie von ihrem Projekt erzählen. Man spürt die Energie, mit der sie bei der Sache sind.

 

Das ist sehr inspirierend und gibt einem selbst Mut und Kraft, an seinen Ideen weiterzuarbeiten.

 

Am Schönsten finde ich es, wenn Menschen es schaffen, bis ins hohe Alter ihren Träumen nachzugehen und zum Beispiel mit 80 immer noch jeden Tag ins Atelier gehen, um zu Malen. Im konkreten Fall wäre das mein Großvater, der bis vor kurzen mit über 80 Jahren immer noch einmal in der Woche Fußball spielen gegangen ist, weil es eine Riesenleidenschaft von ihm war. Jetzt ist er knapp 90 und er strahlt immer noch eine gewisse Frische aus.

 

Welche Entscheidung in deinem Leben würdest du im Nachhinein gerne ändern oder anders herum: welchen Moment würdest du gerne noch einmal erleben?

Ich vermeide es, mit „was-wäre-wenn-Gedanken“ zu spielen. Ein Professor hat mir mal gesagt „Es gibt keine falschen Entscheidungen, weil in dem Moment, in dem man eine Entscheidung trifft, hat man Gründe dafür.“

 

Wenn sich Entscheidungen im Nachhinein als „falsch“ herausstellen, ist es wichtig zu lernen, damit zu leben und nach vorne zu blicken.

 

Es kann unglaublich kräftezehrend sein, vergangene Entscheidungen zu bereuen. NO REGERTS [Anm. d. Red.: gewünschte Schreibweise des Künstlers] – auch wenn das manchmal schwierig ist. Außerdem bin ich der Meinung, dass man aus allen Entscheidungen und deren Folgen etwas Positives ziehen kann.
Schöne Momente probiere ich, im Kopf abzuspeichern, um mich dann in weniger schönen Zeiten daran zu erinnern, weil sie mir Kraft geben, so Zeiten gut durchzustehen. Manche Momente liegen Jahre zurück. Manchmal sind es kleine, banale Sachen, wie aktuell der Duft mancher Bäume, wenn ich am Abend mit meinem Rad vom Atelier heimfahre.

 

Was bedeutet #jungbleiben für dich?

Jungbleiben hat für mich viel damit zu tun, offen für Neues und verspielt, inspiriert und manchmal auch etwas naiv zu bleiben. Nicht davor zurückschrecken, neue Dinge zu lernen. Persönlich ist mir das sehr wichtig. Zwei Häuser weiter gibt es ein Antiquitätengeschäft, dass einem älteren Mann gehört. Erst letztens haben wir in einer Kaffeepause getratscht und er hat mir von seinem Leben als Maler und später als Restaurateur in Schweden erzählt. Es ist nicht das Geld, sondern seine Leidenschaft zu schönen Möbeln, für die er immer noch jeden Tag seinen Laden aufsperrt. Man möchte meinen, er hat schon alles erlebt und trotzdem fragt er mich über meine Arbeit und hört ganz interessiert zu. Ich konnte es nicht glauben, als er irgendwann beiläufig erwähnt, dass er gerade 82 geworden ist. Er wirkt mindestens 20 Jahre jünger. Den körperlichen Verfall kann man schwer aufhalten, aber es ist möglich im Kopf jung zu bleiben.

Persönlich habe ich vor ein paar Monaten angefangen, elektronische Musik zu machen. Jahrelang hatte ich ein Interesse dafür gespürt und lange Zeit hab ich es weggeschoben, weil ich nicht wusste, wo ich anfangen solle. Kurz vor Silvester habe ich mich dann hingesetzt und begonnen, intensiv zu recherchieren. Dann habe ich mir die Basics besorgt und angefangen rumzuspielen.

 

Ich merke, wie mein Körper Glückshormone ausschüttet, wenn ich neue Sachen ausprobiere und dazu mit dem Kopf nicke. Ich spüre, wie mich das jung hält.

 

Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema und hoffe, dass mir das niemals abhanden kommt.

 

Gewinne mit der Vöslauer Sonderedition Nr. 8!

Die Vöslauer Sonderedition Nr. 8 „Bewegend inspirierend“ von boicut wurde in Österreich kreiert, produziert & abgefüllt. Sie ist diesen Sommer in der österreichischen Gastronomie erhältlich – und man kann mit ihr auch gewinnen!
Einfach den QR-Code auf der Flasche scannen, über Instagram und Facebook teilnehmen und sharen. Zu gewinnen gibt es Gutscheine für Österreichs Top-Gastronomie aus dem Projekt „Vorfreude.kaufen“ und Active Towels aus der boicut Sonderedition.
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