die.Busenfreundin: Für mehr weibliche Power

Hat sich in den letzten Jahren das altmodisch klingende Wort „Busenfreundin“ durch BFF (best friends forever) ersetzt, bleibt es immer noch dabei: Die beste Freundin ist eine lebenslange Begleiterin. Gleichzeitig drückt das Wort noch viel mehr aus: Etwas intimes, das allerdings im öffentlichen Raum tabuisiert wurde – schließlich werden Fotos mit sichtbar (weiblichen) Nippel in Sozialen Netzwerken immer noch gesperrt. Und so ist Amélie Bilgram ausgerückt, um ihren Beitrag zu leisten, andere Frauen in ihrem künstlerischen Ausdruck zu unterstützen und dabei einen Teil der Einnahmen für Brustkrebspatient*innen zu spenden.
Bilgram hat mit dem #jungbleiben Magazin über Gründung und ihre Ziele gesprochen.

 

Wie kam es dazu die Busenfreundin zu gründen?

Amélie Bilgram: „Ich studiere Jus und habe mich immer nach einer kreativen Abwechslung gesehnt. Irgendwann habe ich dann angefangen Busen zu nähen und Brillenketten zu fädeln, viele Materialien und Designs ausprobiert. Schließlich habe ich an einem Onlineshop gebastelt, nachdem meine Produkte bei einem Pop-up Flohmarkt sehr gut ankamen. Durch Corona habe ich meinen Studentenjob in einer Kanzlei verloren und dann mein gesamtes Herzblut in die.busenfreundin gesteckt. Ich habe es als Chance gesehen, diese genutzt und daher jede Sekunde an der Gründung des Labels und der Eröffnung meines Shops gearbeitet.“

Welche Message transportiert die Busenfreundin?

Amélie Bilgram: „Der Busen steht als Hort des Herzens und für das Innerste und Intimste des Menschen. Meine Message ist es Frauen zu stärken, unseren Busenfreundinnen als Symbol der Freundschaft einen Busen zu schenken und erkrankten Frauen Mut zu machen. Ich möchte außerdem mit meinem Label andere Frauen unterstützen, indem wir gemeinsam Produktideen erarbeiten, die dann durch ihr gelerntes Handwerk hergestellt werden. Ich arbeite ganz nach dem Motto ‚women support women‘.“

Die weibliche Brust ist zwar stark sexualisiert, allerdings in ihrer Funktion ein Tabuthema. Was kann man denn da als Shop bewirken?

Amélie Bilgram: „Ich denke dass der Trend momentan generell sehr in Richtung Enttabuisierung geht und ich mit meinem Shop durch das Symbol der Brust noch einen weiteren Beitrag dazu leiste.“

Die Busenfreundin arbeitet ja mit unterschiedlichen Künstler*innen zusammen – wie entstehen denn die Produkte?

Amélie Bilgram: „Momentan arbeite ich eng mit einer Glasbläserin aus Venedig zusammen. Gemeinsam haben wir zum Beispiel das BoobBracelet entworfen, welches mit einem Glasbusen aus Muranoglas versehen ist. Seit ihrem 15. Lebensjahr übt sie das Kunsthandwerk aus und fertigt sie direkt in ihrem Atelier in Venedig. Bald wird eine neue Produktkette gelauncht, die ich mit einer anderen Künstlerin aus Deutschland erarbeitet habe, mehr möchte ich aber noch nicht verraten!“

Was ist der nächste Schritt für „Die Busenfreundin“? 

Amélie Bilgram: „Was man bei der Busenfreundin sieht, mache ich alles alleine. Ich nähe und fertige die Produkte, mache den Onlineshop, Fotos, Werbung, Buchhaltung, Einkauf und alles was sonst noch dazu gehört. In naher Zukunft möchte ich eine Grafikdesignerin und gleichzeitig gelernte Modistin ins Boot holen, damit ich das Unternehmen auf die nächste Ebene bringen kann.“

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