Die Geschichte dahinter: Rocco Carletto im Interview

Auch Rocco Carletto ist mit seiner Traditional-Lady auf dem Etikett der Vöslauer Tattoo-Sonderedition vertreten. Hier erzählt er wie er seine erfrischenden Tattoo-Motive aussucht und welche tierischen Kunstwerke noch folgen.

Hi Rocco, was war Dein erstes Tattoo, was war die Geschichte dahinter?

Mein erstes Tattoo hab ich mir vor vielen vielen Jahren auf einem Schulausflug in Prag stechen lassen. Da ich aber nicht viel Geld hatte und auch keine konkrete Vorstellung darüber, was es überhaupt für eine Motiv werden soll, war das Ergebnis alles andere als berauschend: eine Fischgräte – so ähnlich wie das Logo der Marke Fishbone – auf dem rechten Oberarm. Auch wenn ich am Anfang natürlich unglaublich stolz auf das „Kunstwerk“ war, hat sich dann doch irgendwann die Erkenntnis eingestellt, dass es ziemlich beschissen ausschaut – auch weil es handwerklich wirklich miserabel war. Mittlerweile hab ich es überstechen lassen.

Welches ist Dein Lieblings-Tattoo und warum? 

Das kann ich so absolut gar nicht sagen, da sich das auch immer ein wenig ändert. Derzeit hab ich insgesamt drei Tattoos und ich mag sie alle drei sehr gern.

Was bedeuten Deine Tattoos für Dich? Wie reagieren andere darauf?

Sie sind ein Teil von mir – so wie meine Augen oder meine Nase – der mich in gewisser Weise zudem macht, was ich bin. Zumindest in optischer Hinsicht. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Sie reichen vom klassischen „Hast du nicht Angst, dass dir das irgendwann nicht mehr gefällt?“ über „Voll geil!“ bis hin zu „Hat das wirklich sein müssen?“

Ist das Tattoo an sich eine künstlerische Ausdrucksform für Dich, eine Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren?

Ja, Tattoos sind definitiv eine künstlerische Ausdrucksform. Ich habe meine Tattoos aber nicht, um bewusst mit anderen zu kommunizieren. Sehr oft lässt es sich jedoch gar nicht vermeiden, weil die meisten eine klare Meinung zu Tätowierungen haben. Entweder findet man sie toll oder man lehnt sie ab. Und viele äußern ihre Meinung dazu auch ganz ungefragt.

voeslauer-tattoo

Haben Dich Deine Tätowierungen verändert? 

Das ist eine gute Frage, über die ich noch nie wirklich nachgedacht habe. So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass sie mich nicht wirklich verändert haben. Tätowierungen haben bereits in meiner Kindheit eine große Faszination auf mich ausgeübt und mir war relativ früh klar, dass ich mich irgendwann tätowieren lassen werde. Das Problem war eher, dass meine Mutter nicht wirklich was von Tätowierungen hält und mir immer gesagt hat, dass sich nur Häfenbrüder und Seeleute tätowieren lassen.

Wie würdest Du den Stil Deiner Tattoos beschreiben?

Oldschool bzw. Traditional würd ich sagen.

Wie suchst Du Dir Deine Motive aus?

Die Lady, die jetzt auf der Vöslauerflasche gelandet ist, war eigentlich eher Zufall. Steve, der Tätowierer hatte das Motiv schon fix und fertig und als ich es gesehen hab, wollte ich es haben, weil‘s mir so gut gefallen hat. Meine beiden anderen Tattoos waren hingegen Ideen von mir. Das eine zeigt eine Riesenkrake, die einen Dampfer unter Wasser zieht und das andere einen an Moby Dick angelehnten Pottwal. Die beiden Motive haben jetzt keine wirklich tiefere Bedeutung außer, dass ich mich schon seit Kindertagen für so Sachen wie Meeresungeheuer, Seefahrergeschichten, Wale und die Tiefsee interessiere.

Möchtest Du Dir weitere Tattoos stechen lassen?

Ja, auf jeden Fall. Die nächsten geplanten Motive sind einmal ein Gorilla und einmal ein Wolf.

Verbinden Tätowierungen?

Wahrscheinlich nicht mehr so wie früher, als wirklich wenig Leute Tätowierungen hatten. In den vergangenen Jahren sind Tattoos ja wirklich ein Massenphänomen geworden.

Hast Du ein Motto, das Du uns mit auf den Weg geben möchtest?

Immer schön entspannt bleiben.

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