Fair Fashion: Bloggerinnen geben Tipps für die Green Fashion Experience (Teil 2)

„Green Fashion“, „vegane Mode“ oder „fair produzierte Kleidung“, sind alles Dinge, die für viele österreichischen Bloggerinnen keinen Fremdbegriff darstellen. Sie wollen Mode nicht als Wegwerfartikel ansehen und setzen auf ökologische Qualität und Transparenz. Auf jeden Trend aufzuspringen und dafür Billigmode aus Massenproduktion zu kaufen, sowie die häufig enthaltenen chemischen Zusätze, stellen eine schwere Umweltbelastung dar.

Wir haben drei Bloggerinnen zu diesem Thema Fragen gestellt. Wie kommt man warm und „fair“ durch die kalte Jahreszeit und wo können sich auch modische Männer einkleiden?   

Julia von Jules Vogel

Die Bloggerin hat ein Auge für die schönen Dinge des Lebens und bietet auf Jules Vogel einen intimen Einblick in die Dinge, die ihr Leben bestimmen. Themen die sie beschäftigen, werden mit ihrer offenen Art direkt aufgegriffen und den Lesern aufbereitet. Von kreativen Rezepten, Motivationstipps, Fitness und Fashion, sowie persönlichen Themen, kann man bei Julia fast alles finden.

Bloggerin Jules Vogel mit der Cruise Bag des veganen Fashion Labels Denise Roobol

Was ist dein liebstes Fair Fashion Stück?

Am aller liebsten ist mir meine dunkelgraue Tasche von Denise Roobol.

Wo kaufst du gerne ein?

Meistens bestelle ich Fair Fashion online. Taschen kaufe ich über Mat and Nat oder Denise Roobol, Kleidung häufiger über den Asos Green Room oder bei Peopletree bzw. Armed Angels.

Was war der ausschlaggebende Faktor für dich, auf faire Mode umzusteigen? Ging das bei dir mit veganer Ernährung Hand in Hand?

Der ausschlaggebende Faktor für mich war glaube ich, dass ich durch den Veganismus so viel über die Missstände in der Welt gelernt habe und mir auch dachte: „Okay, du achtest so drauf, Tieren nichts Schreckliches anzutun durch deinen Konsum. Aber was ist mit den Menschen?“. Ganz umgestiegen auf Fair Fashion bin ich leider noch nicht ganz, aber ich konsumiere viel bewusster und arbeite dran.

Vanillaholica: Shirt & Gürtel: Musokoroni, Tasche: Matt + Nat, Bluse & Hose: Peopletree, Schuhe: Bahatika, Vintage Halstuch

Vivien von Vanillaholica  

Die junge Wienerin setzt sich auf ihrem Blog mit Themen rund um einen „Green Lifestyle“ auseinander. Vivien teilt ihre liebsten veganen Rezepte, postet regelmäßig Fair Fashion Outfits und Inspiration und nimmt ihre Leser auf ihre Reisen mit. Dabei kommen auch Tipps & Tricks zu einer nachhaltigen Lebensweise nicht zu kurz.

Ist es schwer „fair“ durch die kalte Jahreszeit zu kommen?

Das liegt im Auge des Betrachters. Wenn schwierig in diesem Fall darauf bezogen ist, dass man in ausgewählten Städten und Geschäften Fair Fashion zu kaufen findet, und man nicht „einfach kurz einen Pullover shoppen kann“, ja dann ist es ein wenig schwieriger. Nichts desto trotz, ist es mit ein wenig Recherche einfach, gute, faire Kleidung, auch für die kalte Jahreszeit, zu finden.

Inwiefern hängt für dich Fair Fashion und vegane Ernährung zusammen?

Ich finde, dass beide Themengebiete Überschneidungen haben. So kaufe ich Fair Fashion, um den Menschen, die für uns die Kleidung herstellen, gerechte Arbeitsbedingungen, faire Löhne und menschliche Produktionsstätte zu bieten. Ähnliches kann ich über vegane Ernährung sagen: Im Prinzip ernähre ich mich pflanzenbasiert, sowohl aus Klimawandel bedingten Aspekten, als auch für das Wohl der Tiere. Ich persönlich finde jedoch, vor allem in Sachen Ernährungsweise, den Ursprung der Nahrungsmittel mindestens genauso wichtig, wie die Tatsache, dass kein Tier enthalten ist. Daher mein Motto: „Immer Bio. Und je weniger Inhaltsstoffe, desto besser!“

Wie war es für dich, einen vollen Kleiderschrank, für ausgewählte Stücke, auszutauschen?

Um ehrlich zu sein, war mein Kleiderschrank nie überquellend. Ich habe mich nie zu den Shopping-Freaks gezählt, und bin allgemein vielleicht 1x im Monat mit einer Freundin einkaufen gegangen. Ich persönliche habe auch noch sehr viel meiner „alten“ Klamotten. Denn nichts ist nachhaltiger, als Second Hand. Alte, nicht fair produzierte, Kleidung wegzuschmeißen und dafür neue, Fair Fashion, zu kaufen, wäre meiner Meinung nach, nicht nachhaltig! 

Justine von Justine Kept Calm And Went Vegan

Justine ist Veganerin aus Leidenschaft. Mit wunderschönen Fotos präsentiert sie ihre eigenen Rezepte, die meist sogar ganz ohne raffinierten Zucker, Weizen und Gluten auskommen und dafür auf gesündere Alternativen zurückgreifen. Daneben deckt sie Themen ab, die sich rund um einen nachhaltigen Lifestyle und faire Mode drehen. Ganz besonders inspirierend ist aber auch ihre Kategorie Satisfaction Saturday, bei der ein gesunder Geist im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.

Ist es schwierig Fair Fashion für besondere Anlässe zu finden, wie ein schickes Dinner oder eine Party?

Es ist gar nicht schwierig. Die Suche nach Fair Fashion Basics gestaltet sich natürlich einfacher, aber auch edlere Stücke findet man, wenn man die richtigen Labels kennt: Meine erste Anlaufstelle für einen wirklich chicen Anlass ist Reformation, da gibt’s fantastische Kleider. Ansonsten gibt es auch bei Jan ’n June das ein oder andere edle Teil, genauso wie bei Frieda Sand und Elementy.

Dein Freund achtet ebenfalls auf Fair Fashion- was ist seine liebste Anlaufstelle, wenn es um faire Herrenmode geht?

Alex kauft gerne bei Muso Koroni, ein Shop für faire Kleidung in Wien, ein. Außerdem liebt er die Taschen von Freitag, Kleidung von Armed Angels, Schuhe von Ethletic und Jacken von Hoodlamb.

 

Titelbild (Vanillaholica): Schuhe: Wills Vegan Shoes, Hose: Kings of Indigo, T-Shirt: Funktionschnitt, Tasche: Verena Bellutti, Cardigan: BrainTree

Fotos: Vanillaholica

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