G-Beauty: Wie deutsche Brands die Kosmetikwelt erobern

K-Beauty oder J-Beauty sind mittlerweile Begriffe, die viele kennen. Gemeint sind Beauty-Trends und -marken, die aus Korea oder Japan stammen und uns beispielsweise die allgegenwärtigen „Sheet Masks“ (Tuchmasken) oder CC Creams beschert haben, die mittlerweile in den Sortimenten vieler westlicher Skincare-Marke zu finden sind und einen fixen Platz haben.

Um in der Terminologie zu bleiben, macht seit zwei Jahren subtiler ein G-Beauty Trend die Runde. G für Germany vereint die vielen deutschen Marken, die neben Forschung auch Labortechnologien entwickelt haben, die international zu den besten zählen. Rund um G-Beauty geht es vorwiegend nicht um neue Pflegerituale, wie wir es bei K-Beauty erlebt haben, sondern um eine Art ‚Back to Basics‘-Trend, der Konsumierenden immer wichtiger wird: Was ist in meiner Pflege enthalten und wie wird sie hergestellt?

 

G-Beauty ist in den USA bereits zu einem geflügelten Wort geworden und deutsche Marken finden sich in den Premium-Regalen. Zurückhaltende, fast schon „apothekenhaft“ wirkende Verpackungen, die sich als besonders instagram-able erweisen, sind im Vormarsch.

 

 

Zudem kommt der hohe Standard in der biologischen Landwirtschaft, die Naturkosmetik besonders rein und verträglich macht. Ein Beispiel: Während die EU mehr als 1.300 fragwürdige Inhaltsstoffe verbietet, sind es in den USA nur 20, die es nicht in den Tiegel schaffen. Eine immer größer werdende Zielgruppe, die eine nachhaltig produzierte, gesunde Kosmetik wollen, kommen so auf G-Beauty. Und hier stehen schon zahlreiche Marken seit Jahren in den Startlöchern, die als „oldie but goldie“ jetzt ein Revival feiern. Pioniere wie Dr. Hauschka oder Weleda, die noch vor wenigen Jahren in der „Öko-Ecke“ zu finden waren, sind begehrter denn je und schaffen es auch in die Badezimmer von Celebrities, die sie wiederum auf ihren Social Media Kanälen anpreisen.

Doch es ist nicht nur Naturkosmetik

Zahlreiche Schönheitschirurgen und Dermatologen haben sich mit ihren eigenen Beauty-Linien einen Namen gemacht. Dr. Barbara Sturm ist hier an erster Stelle zu erwähnen. Die Düsseldorferin machte vor Jahren „Vampire Facial“ zu einem geflügelten Begriff ehe sie mit „Glow Drops“ und „Brightening Serum“ zur Abräumerin sämtlicher Beauty-Awards wurde.

Weitere Überflieger sind „Doctor Brands“, wie die gleichnamige Marke von Zellforscher Augustinus Bader, Dr. Stefan Duve (Doctor Duve),  Dermatologe Dr. Timm Golueke (Royal Fern) oder junge Marken, wie Muti, lovely day, Less oder Ambuja.

Mit einem jährlichen Wachstumsplus im zweistelligen Bereich, ist eines sicher: G-Beauty wird so schnell nicht mehr verschwinden. Im Gegenteil. Und Pflegekonzepte, wie jene von Augustinus Bader zeigen, dass sich G-Beauty im Gegensatz zu komplizierten Pflegeritualen aus dem asiatischen Raum lässiger zurückhält und seinen Fokus aufs Wesentliche setzt. Bader nannte seine Creme einfach „The Creme“. Mehr braucht es nicht.

 

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