Gelinaz! Wenn Sterne-Küchen zur Freestyle-Zone werden

One menu and one menu only will be served on this GELINAZ! night.“ So hieß es am 3.12.2019 zum experimentellsten Koch-Event „The Grand GELINAZ! Shuffle: 2019 Stay In Tour“, das rund um den Globus 147 Spitzenköche in 38 Ländern auf den Plan rief sich gegenseitig Rezepte und Zutatenempfehlungen zu schicken – ohne allerdings zu wissen von wem diese stammten. „Fussy“ konnten also weder die Gäste noch die Köche sein. Reinbeißen war angesagt! Um sich selbst treu zu bleiben, sollte jedes Restaurant-Team das Rezept aber nicht einfach nur nachkochen, sondern seinen eigenen „Remix“ kreieren.

 

GELINAZ! ist das Gourmet-Spektakel der Spitzenklasse, das 2005 von Andrea Petrini ins Leben gerufen wurde. Petrini, einer der kreativsten Restaurantkritiker, der nicht nur ein „Little Black Book“ mit den wichtigsten Telefonnummer der wichtigsten Köche der Welt sein Eigen nennt, sondern auch vom britischen „Telegraph“ als Visionär geadelt wurde, organisiert das Event in Kooperation mit Filmproduzentin Alexandra Swenden. Jedes Jahr wird der Modus adaptiert, um eine neue, unvorhergesehene Dynamik zu entwickeln. Und das änderte sich auch heuer nicht. 2019 verlangten die GELINAZ!-Macher, dass so „radikal“ und „persönlich“ wie möglich gekocht werden sollte.

 

Kürbis-Bong mit Holundertascherl

Jährlich sind Namen, wie Massimo Bottura, Alain Ducasse oder Rene Redzepi dabei. Auf das Verreisen der Küchenchefs wurde 2019 verzichtet, um ein Statement im Kampf gegen den Klimawandel zu setzen. Dafür waren die Rezepte auf Reisen und waren Notenblätter für ein global gespieltes Küchenorchester bei dem die Chefs den Platz der Dirigenten einnahmen.

Küchenchef Lukas Mraz im Kopierer

Unter dem Motto „Domosophism“ – also der Kunst zu Hause zu bleiben – wurden nicht nur die Geschmacksnerven, sondern auch die Küchenchefs herausgefordert. Auch in Österreich beteiligten sich in diesem Jahr fünf Top-Restaurants, darunter Mraz & Sohn in Wien-Brigittenau. Lukas Mraz baute hierfür Kürbisse zu Bongs um, servierte Entenblut und überließ dem guten, alten Kopierer die People- und Food-Photography.

Visuell verschmolzen, sautiert und verbraten, wurde das Ereignis von Frank Maria (Teil von B-98), der den Abend über live „Kunstkochbücher“ gestaltete. Dazu kamen eigens kreierte Sweater, die später auch in der Burggasse 98 erhältlich waren.

Dass Bilder ohnehin mehr als tausend Worte sagen, ist bekannt. Deswegen haben wir hier auch gleich das passende Videomaterial zur Illustration:

 

 

Wer jetzt neugierig geworden ist und eines der Bücher mit den Kopierporträts der Stars des Abends haben möchte: Wir verlosen gerade auf der Vöslauer Facebook Seite drei Exemplare.

 

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