LARICHA x MESHIT: Im zweiten Leben Designermode

Für alle, die nicht aus Oberösterreich kommen eines gleich vorweg: Der Name LARICHA ist nicht ein Fantasiename, sondern die lokale Bezeichnung für Leintuch. Dieses ist der „Rohstoff“ für Kooperation zwischen dem Wiener Modelabel meshit (die unter anderem schon für Topshop produzieren durften) und der Designerin Kasa Schild. Designzitate von klassisch österreichischen Schnitten, wie Puffärmel und Rüschen sind ein immer wiederkehrendes Element, die mit minimalistischen Cuts kombiniert werden. Ausschließlich in Wien gefertigt, ist LARICHA eine Kollektion aus wiederverwerteten Naturmaterialien, die in kleineren Auflagen verkauft wird. Fast kein Teil gibt es zweimal!

Wie seid ihr auf die Idee mit LARICHA gekommen?

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „Kasas Mutter hat vor einigen Jahren begonnen alte Bettwäsche wegen der Stoffe zu sammeln, da diese nicht mehr hergestellt werden und somit eine rare und endliche Ressource sind. Letztes Jahr, als wir LARICHA starteten, waren es dann etwa um die 15 Kisten voll. Kasa ist mit der Idee eine gemeinsame Kollektion daraus zu machen zu uns gekommen und wir fanden das Konzept sehr spannend. Es ist eine Herausforderung mit einem bunt zusammengewürfelten Bestand an Stoffen, in verschiedensten Größen, Farben und Formen zu arbeiten und nicht, wie wir es sonst machen, mit Meterware. Es macht Spaß die Stoffe miteinander zu kombinieren und zu schauen, was dabei heraus kommt.“

 

Es ist eine Herausforderung mit einem bunt zusammengewürfelten Bestand an Stoffen, in verschiedensten Größen, Farben und Formen zu arbeiten und nicht, wie wir es sonst machen, mit Meterware.

 

Gibt es eine Design Philosophie zu LARICHA?

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „LARICHA ist ein Upcycling-Projekt, da wir mit Restbeständen, die sonst oft einfach auch entsorgt werden, arbeiten. Wir produzieren kleine Stückzahlen und viel auf Kundenanfragen. Es gibt tatsächlich fast kein Teil doppelt. Die Design-Philosophie ist vielleicht Laricha so individuell und vielfältig wie möglich zu halten und dabei eine klare Designsprache zu behalten.“

Wie sucht ihr das Material aus?

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „Wir suchen auf Flohmärkten in Oberösterreich und haben auch schon viele Kontakte, die sich melden, wenn sie wieder neue Stoffe bekommen. Ansonsten sammeln wir über Zeitungsannoncen in Lokalzeitungen oder suchen aus Restbeständen von einer alten Weberei. Dann wählen wir aus, was sich für uns eignet und ob die Qualität der Stoffe passt.“

Wo werden die Teile produziert?

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „Alle Teile werden in Österreich hergestellt. Jedes einzelne Teil wird von uns im Atelier zugeschnitten – um Stofffehler oder Abnützungen zu umgehen – und dann entweder auch von uns oder von einer Schneiderin in der Nähe von Wien genäht. LARICHA ist ein 100 Prozent nachhaltiges und transparentes Projekt.“

Wann kommt die nächste Kollektion raus?

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „Wir arbeiten bei LARICHA nicht im klassischen Sinn mit Kollektionen, da ja sowieso jedes Stück anders ist. Wir haben bereits ein großes Repertoire an Schnitten und Modellen und weiten das immer mehr aus. Jetzt für den Sommer wird es auf jeden Fall wieder neue Styles geben.“

Welche Steps wird es in Zukunft geben?

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „Wir werden weiterhin nach alten Stoffen suchen und immer wieder neue Schnitte und Stoff- bzw. Musterkombinationen ausprobieren. Außerdem haben wir noch einige Stoffe mit Blumenmustern, die wir bis jetzt noch gar nicht verwendet haben – dazu werden wir uns auch noch etwas überlegen!“

Gibt es eine Stilikone, die ihr gerne in Laricha sehen würdet

Lena Krampf, Ida Steixner und Kasa Schild: „Caroline Brasch, Emma Leth und Chloe Sevigny sind für uns sehr inspirierende Frauen, die wir sehr gerne in LARICHA sehen würden!“

 

 

Fotos: Kurt Prinz

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