„Lieber Ohne“: Dieser Bio-Laden in Wien ist verpackungsfrei

In dem Bio-Laden mit zusätzlicher Küche wird alles „Lieber Ohne“ unnötiges Verpackungsmaterial zum Verkauf angeboten. Markus Ivany und Claudia Mäser haben es sich zum Ziel gemacht gegen Lebensmittelverschwendung und Plastikmüll zu kämpfen und konnten mit der Unterstützung durch Crowdfunding das „Lieber Ohne“ im sechsten Bezirk ins Leben rufen. Ivany, ein Quereinsteiger aus der IT-Branche, und Mäser, die zuletzte als Köchin in einem vegetarischen Restaurant arbeitete, sind bei „Lieber Ohne“ ganz vorne am verpackungsfreien Trend mit dabei.

 

Das Prinzip ist ganz einfach erklärt: In diesem Laden gibt es keine Verpackung! Neben Lebensmitteln findet sich auch eine Auswahl an ökologischen Hygiene- und Haushaltsartikeln, wie Deocreme, Shampoo Bars, Zahnkreide im Glas oder Putzmittel die je nach gewünschter Menge abgefüllt werden können. Wer sein eigenes Sackerl vergisst, kann eine „Lieber Ohne“ Naturtasche erwerben. Doch damit ist es nicht getan. Es lohnt sich auch für das vollwertige Tagesmenü vorbeizuschauen, das Claudia Mäser zaubert. Oder man holt sich eine süße Stärkung.

Mit Claudia Mäser und Markus Ivany haben wir über erfolgreiches Crowdfunding und die Zukunft der Supermärkte gesprochen.

Ist es schwierig Haushaltsartikel ohne Verpackung anzubieten?

Claudia Mäser & Markus Ivany: Haushaltsware ohne Verpackung anzubieten ist nicht sehr schwierig. Schwieriger ist es, diese in vertretbarer Verpackung geliefert zu bekommen! Wir haben derzeit beispielsweise waschbare Küchenrollen, Bienenwachstücher oder Thermosbecher im Sortiment.


Wie sahen die Erfahrungen im Crowdfunding aus?

Claudia Mäser & Markus Ivany: Sehr positiv. Es erfordert viel Einsatz, der sich aber lohnt. Man wird gezwungen sein Projekt zu konkretisieren, man dreht ein erstes Video und kann seine Idee auf diese Weise unter die Menschen bringen und schon vorab seine Zielgruppe erreichen.

Auch bei Beauty-Produkten wird auf Verpackungsfreiheit gesetzt.

Werden verpackungsfreie Supermärkte die Zukunft sein?

Claudia Mäser: Ich glaube, dass in Zukunft ein Umdenken stattfinden wird und herkömmliche Supermärkte sich mehr in Richtung verpackungsfreies Einkaufen orientieren.

Markus Ivany: Verpackungsfreie Supermärkte sind für mich kein Patentrezept. Meiner Meinung nach geht die Entwicklung, sofern sie positiv verläuft, in Richtung einer ressourcenschonenden Wirtschaft im Allgemeinen. Extensive Landwirtschaft und verpackungsfreie Supermärkte werden wichtige Teile davon sein.

Wie sieht Eure private Beziehung zu Lebensmitteln aus?

Claudia Mäser: Mir ist Essen wichtig, ich esse sehr gerne! Im Alltag greife ich meist auf „Standard Lebensmittel“ zurück, aber wenn ich am Wochenende Zeit habe, probiere ich gerne neue Sachen aus. Auch im „Lieber Ohne“ probiere ich Lebensmittel aus, mit denen ich noch nie gekocht habe. Topinambur und Trüffelerdäpfel habe ich beispielsweise so kennengelernt.

Markus Ivany: Ich esse gerne abwechslungsreich und am liebsten frisch Gekochtes. Allgemein liebe ich Brot und guten Käse!

 

Wer jetzt Lust bekommt hat, besucht „Lieber Ohne“ in der Otto-Bauer-Gasse 10, 1060 Wien. Die Öffnungszeiten erfahrt ihr auf der Website.

 

Foto: Nathalie Ortner

 

7. März 2018
SurfnYoga House Vienna: Das Fernweh beginnt in der Zieglergasse
20. März 2018
Drei Blogger, drei Rezepte: Ran an den Rhabarber

Kommentieren

Die E-Mail Adresse wird auf der Website nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet und müssen ausgefüllt werden.