Möbeldepot in Wien: Die Suche nach dem Unikat

Abseits der Triester Straße hat sich das Möbeldepot seit fünf Jahren eingenistet. Nisten ist das Stichwort, denn nirgendwo bekommt man in Wien für seine eigenen vier Wände solch eine grandiose Vielfalt an asiatischen Vintage-Möbeln, die von Hausherr Tom Kilian selbst am fernen Kontinent ausgewählt wurden.

Mit einer Containerladung hat es angefangen, heute ist der Run auf den Interior-Store groß. Kein Wunder, schließlich hat das Möbeldepot für jeden Wohnstil etwas zu bieten – egal ob modern und nüchtern oder nostalgisch. Aber auch Events finden im Möbeldepot statt. Vernissagen, Fotoshootings, Feiern oder Hochzeiten sind schon alle im einzigartigen Ambiente über die Bühne gegangen. Und damit ist aber noch lange nicht genug. Für Berlin ist auch bereits ein Projekt geplant. „Das Möbeldepot ist mehr als ein Laden, es ist eine Lifestyle Brand geworden“, so Tom, der mit einem alten, umgebauten Feuerwehrauto zu seinen verschiedenen Pop Up Stores fährt.

Mit Markenbildung kennt sich Tom aus, hat er doch einst in Marketing für einen stierigen Energydrinkhersteller gearbeitet und anschließend für eine Snowboardmarke. Die Kreativität scheint sich aber in eigener Sache noch ungebremster zu überschlagen. Wenn Tom nicht „on the road“ ist, ist man beispielsweise im Stadtbiotop mit einem gigantischen Tipi vertreten. Oder bei zahlreichen Indie-Designmessen wie Feschmarkt Graz oder dem neuen Mondscheinbazar.

Nur beim Sammeln hübscher Objekte ist es nicht geblieben, denn aus unterschiedlichsten Vintage-Hölzern werden neue Möbel geschaffen und die nicht nur für den Store. Das neue Lokal „Das Campus“ in der neuen WU wurde gerade im schweren Industrial-Chic mit viel Gußeisenelementen ausgestattet und der (bereits jetzt auf Dauerschleife ausgebuchte) asiatische Gourmet-Tempel „Mama Liu & Sons“ durfte sich ebenfalls über eine maßgeschneiderte Ausstattung freuen.

Und was aus der Werkstatt des Möbeldepot kommt, ist stets einzigartig. So werden Kuhglocken aus dem indischen Rajasthan zu Lampen oder kaputte Fischerboote in Charity-Projekten zu großen Buchstaben zersägt, die mit einer einzigartigen Lack-Patina aufwarten.

Dass hier keine Massenware á la schwedischer Konzern aus den Regalen kommt, ist klar. Jedes Objekt erzählt seine eigene Geschichte mit Kanten, Kratzern und Spuren, die nur durch das heutige Luxusgut Zeit entstehen konnten. Und die vergisst man spätestens wenn man den Store betritt.

 

Möbeldepot
Karl-Tornay-Gasse 34
1230 Wien

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