Modebloggerin Madeleine Alizadeh zeigt ihre nachhaltige Kollektion

Als eine der bekanntesten Modebloggerinnen Österreichs ist Madeleine „Maddie“ Alizadeh mit ihrem Blog dariadaria.com schon seit einiger Zeit und durfte sich auch heuer erstmals über einen Auszeichnung beim Leading Ladies Award freuen. Jetzt präsentierte sie ihre erste Kollektion!

Nachhaltig und vegan lebt Madeleine schon seit einiger Zeit und gibt in ihrem Blog viele Tipps dazu. Dass ihre erste Modelinie auch diesen Kriterien entsprechen muss, war klar. Und so ist eine Kollektion voller Basic-Teile im „French“-Style mit dem fair produzierenden Mode-Label „anzüglich“ entstanden. Die Kooperation wurde bereits vor einem Jahr geplant, jetzt ist sie endlich im Shop und auch online erhältlich.

dariadaria

Etwas provokant gefragt: Warum sollte man ein Teil aus der „dariadaria x anzüglich“ Kollektion besitzen?

Weil man für einen wirklich guten Preis ein sehr hochwertiges, langlebiges aber auch modisches Teil bekommt.

Ein weißes T-Shirt aus deiner Kollektion kostet 39 Euro und liegt damit deutlich über dem Preis von großen Textilketten. Worin liegt der Unterschied?

Der Unterschied liegt daran, dass der ganze Produktionszyklus mit Respekt geschieht. Die Teile werden von gehörlosen Schneiderinnen in Peru genäht, welche rechtmäßig angestellt sind und alle Rechte, wie ein europäischer Arbeiter auch, haben. Sie sind versichert, haben Urlaubsanspruch usw. Umstände, die in der Textilbranche oft nicht gegeben sind, vor allem im Billiglohnland. Weiters sind die Stoffe alle GOTS zertifizierte Bio-Baumwolle. Solche Stoffe kosten viel, vor allem wenn man als kleines Label nicht Tonnen an Stoff, sondern kleinere Mengen kaufen muss. Hätte ich an der Kollektion was verdient (ich habe auf meine Kommission verzichtet, damit die Teile so günstig bleiben können) wären die Teile noch mal teurer gewesen. 39 Euro für so ein Teil ist wirklich wenig, was leider viele Menschen nicht verstehen, weil sie völlig unrealistische Preise von Textilriesen gewohnt sind.

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Das Shoppen mit gutem Gewissen in Trend geworden. Woran erkennt man allerdings, ob es sich wirklich um faire und nachhaltige Mode handelt?

Viele Unternehmen betreiben „Green Washing“ oder verkaufen „pseudo-grüne Kollektionen“. Nicht alles was Gold ist glänzt. So auch bei fairer Mode. Wichtig sind einmal Zertifikate (zB. GOTS, Fair Wear Foundation) und dann sagt natürlich die Größe des Unternehmens viel darüber aus, ob es überhaupt fair im Billiglohnland produzieren kann. Ab einer gewissen Unternehmensgröße kann man noch so gute Intentionen haben: es kommen Subcontracter ins Spiel, man hat alles nicht mehr so im Überblick. Je kleiner, desto überschaubarer und wahrscheinlicher ist es, dass es mit rechten Dingen zugeht.

Für alle, die mehr „green“ in Zukunft einkaufen wollen: Welche Shops kannst du online und offline empfehlen?

Online ist toll Avocadostore, Muso Koroni, Modavanti. Offline in Wien Green Ground, Grüne Erde, Ebenberg oder Muso Koroni. Auch bei We Bandits gibt es viele Teile die zwar keine zertifizierte Öko Mode, aber von kleinen Designern in Korea hergestellt ist.

19. Oktober 2015
Wer jung bleiben will, fragt am besten die anderen.
23. Oktober 2015
Wer jung bleiben will, bucht am besten Vollpension.

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