Perspektivenwechsel: Fasten für Körper & Seele

Fasten wird zu Unrecht mit dem Verzicht auf Dinge negativ konnotiert. Dabei geht es um die Regeneration des eigenen Körpers, der von sich von Alltag und schlechter Ernährung gestresst zeigt. Fasten gehört zu einer jahrtausendealten Tradition, die sich quer durch alle Kulturen zieht. In der Fastenphase schaltet der Körper seine eigenen Selbstheilungskräfte durch die sogenannte Autophagie ein. Dabei werden Entzündungsherde reduziert und spezielle Reinigungsmechanismen in Gang gesetzt, die verjüngend und revitalisierend wirken. Auch auf den Blutzuckerspiegel (Stichwort: Insulinresistenz) kann sich Fasten positiv auswirken. Die Heißhungerattacken bleiben aus.

Doch welche Methode eignet sich? In den letzten Jahren sind einige bekannt geworden, die je nach Kalorienreduktion unterschiedlich im Alltag umgesetzt werden können. Vorab ist es natürlich wichtig einen Mediziner zu konsultieren.

 

Intervallfasten

Das Intervallfasten oder auch intermittierendes Fasten genannt, ist die derzeit bekannteste Methode des Fastens. Dabei muss eine gewisse Zeitspanne zwischen den Mahlzeiten ohne Snacks & Co ausgehalten werden. Intervalle wie das 16-Stunden-Fasten sind beliebt. Dabei startet man beispielsweise mit der ersten Mahlzeit um 12 Uhr, muss die letzte aber vor 20 Uhr gegessen haben. Leichte Speisen, die möglichst zuckerfrei und ballaststoffreich sind, werden empfohlen.
Andere Intervalle können auch die 1-Tages-Regel sein. Hier wird ein Tag normal gegessen, am nächsten Tag auf Essen verzichtet. Diese Methode wird über einen längeren Zeitraum angewandt.

 

Heilfasten

Dabei wird die tägliche Kalorienzufuhr auf 200 bis 500 kcal reduziert. Gemüsebrühe, gedämpftes Gemüse, Tees und viel Wasser sind wichtig, um den Körper schonend zu unterstützen. Das Heilfasten dauert normalerweise eine Woche und wird mit Urlaub oder viel Freizeit kombiniert, da sonst die Gefahr besteht „rückfällig“ zu werden und in Phasen körperlicher oder mentaler Arbeit wieder auf zuckerhältiges zurück zu greifen.

Der deutsche Arzt, Dr. Buchinger, hat vor 80 Jahren mit dieser Methode einen der ersten Gesundheitstrends des 20. Jahrhunderts gesetzt. Auf seiner Methode beruht das klassische Heilfasten bis heute.

 

 

Wasserfasten

Das Wasserfasten ist eine der höchsten Methoden des Fastens und braucht Planung sowie Fasten-Erfahrung. Beim Wasserfasten wird, wie der Name schon sagt, auf die Nahrungszufuhr für einen größeren Zeitraum von einer Woche bis sogar 10 Tagen komplett verzichtet. Körperliche und geistige Anstrengungen sollten dabei auf ein Minimum zurückgeschraubt werden. Um die Giftstoffe, die während der sogenannten Autophagie-Phase entstehen auszuschwemmen, müssen täglich mehrere Liter Wasser getrunken werden.

Wasserfasten braucht Vorbereitung: Bereits in den Tagen zuvor, wird eine Ernährung gewählt, die dem Heilfasten entspricht. Dadurch kann der Körper bereits seine Verdauung umstellen und sich auf die Fastenzeit einstellen. Auch nach der Wasserfasten-Phase darf man nicht sofort wieder zum Alltag zurückkehren. Hier ist wieder Schonkost angesagt, bis sich der Körper an die normale Kalorienzufuhr „akklimatisiert“ hat.

Suppenfasten

Der Name ist Programm. Beim Suppenfasten wird der Magen nicht mit dem Zerkleinern der Nahrung unnötig belastet. Was das Suppenfasten besonders alltagstauglich macht, ist dass die Suppen vorbereitet werden und z.B. ins Büro mitgenommen werden können. In der Früh kann man mit einer Smoothiebowl starten.

Basenfasten

Dabei wird besonders auf die Bestandteile der Ernährung geachtet. Bestimmte Obst- und Gemüsesorten kommen auf den Teller sowie Kräuter und Sprossen. Auf raffinierten Zucker, der säurebildend ist, wird verzichtet. Beim Basenfasten geht es vor allem um das Entschlacken des Körpers. Die letzte Mahlzeit wird vor 18 Uhr gegessen. Das bewirkt, dass sich die Verdauung während der Schlafphase regenerieren kann.

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