meer

Die ersten 3 räumen das Meer auf

Obwohl sie einen Großteils unseres Planeten bedecken, sind die Lebensräume der Meere zum Teil noch völlig unerforscht. Bevor sich allerdings Wissenschafter*innen genauer mit diesen einzigartigen Ökosystemen auseinandersetzen können, scheinen sie bereits wieder zu verschwinden, denn sie sind bedroht. Umweltverschmutzung und Klimawandel setzen ihnen zu. Um Müll in den Meeren, der traurigerweise einigen bereits in seiner größten Ausformung unter dem Namen „Great Pacific Garbage Patch“ oder auch „Nordpazifikwirbel“ geläufig ist, etwas entgegen zu setzen, gibt es einige Initiativen. Mittels Robotern und anderen High-Tech Errungenschaften arbeiten Forscher*innen weltweit daran einen positiven Impact zu leisten. Das #jungbleiben Magazin stellt drei Projekte aus Europa vor.

 

The Ocean Cleanup

Die „größte Anstrengung“, die es bisher gegeben hat, um Müll aus den Ozeanen zu fischen, entstand unter der Initiative des 27-jährigen Erfinders Boyan Slat. Der Niederländer arbeitet bereits seit einigen Jahren an der Monster-Aufgabe mittels Technologie die Meeresoberfläche zu reinigen. Mit The Ocean Cleanup hat er ein Start-Up gegründet, das sich um diese Aufgabe annimmt und zum Ziel hat 90 Prozent des Mülls aus den Meeren zu entfernen. Mit Erfolg hat Slat bereits seine Systeme vorgestellt, die Strömungen nutzen, um die konzentrierten Ansammlungen von Teilen abzufischen. Den Erfolgen der „Cleanup“-Crew folgen bereits über eine halbe Million Instagram-User über den The Ocean Cleanup Channel.

 

 

everwave

Marcella Hantsch streifte bei einem Urlaub ein Stück Plastik im Meer. Dieser Moment, der sie zusammenschrecken ließ, wie sie auf der Website von everwave beschreibt, war der Startschuss für einen Gedankenprozess, der Forschung und Klimaschutz zusammenbringt. Stationiert in Aachen, arbeitet Hantsch seit 2013 an der Universität daran, Plattformen zu entwickeln, die Strömungen abbrechen und durch ihre besonderen Begebenheiten Plastik an die Oberfläche bringen. Dort können sie dann abgeschöpft werden und bedrohen nicht weiter die Flora und Fauna. Das Thema ihrer Masterarbeit führte Hantsch zur Gründung eines Vereins, der sich mittlerweile vom Ozean auf Flüsse konzentriert, denn über sie gelangen die meisten Plastikteile erst dorthin. Und hier kommt wieder High-Tech ins Spiel: Das CollectiX-Boot, das im August 2020 in der Slowakei erstmal im Fluss Hron eingesetzt wurde, kann am Tag 20 Tonnen Material aus dem Wasser befördern. Das Boot ist mit eigenen Sensoren ausgestattet, die mittels Künstlicher Intelligenz die Teile sortieren.

Silver 2

Der Silver 2 ist ein Roboter, der nicht die Meeresoberfläche, wie bei den anderen Projekten, absucht, sondern den Meeresboden. Silver 2 wurde von einem italienischen Forscher*innen-Team entwickelt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat die Technologie von Robotern zu nutzen, um die Ozeane zu reinigen. Dabei kann Silver 2 zwischen Mikroplastik und größeren Teilen unterscheiden und sie dementsprechend bereits vorab filtern. Autonom ist der Silver 2 noch nicht, da er ferngesteuert wird. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Scuola Superiore Sant’Anna di Pisa und der Zoologischen Station in Neapel.

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