Sustainable Influence: Diese Pionierinnen machen die Welt grüner

Wie kann die Welt nicht nur schöner, sondern auch grüner und schöner werden? Ein neues Design-Movement hat sich gebildet, das junge Creatives aus allen Sparten vereint. Ihnen gemeinsam ist: Sie wollen die Welt verändern und ihren Teil dazu beitragen. „Nachhaltig leben“ wird dabei nicht als Einschränkung, sondern Chance und Ansporn gesehen. Querbeet haben wir uns umgesehen und sind auf Medienmacherinnen, Stylistinnen und sogar Hollywood-Stars gestoßen, die sich für Mode einsetzen, die ressourcenschonend produziert und dieses neue Mindset als kreativen Ansporn nutzt. Bühne frei für diese „Green Pioneers“!

 

 

Faye de Lanty

faye de lanty

Faye de Lanty liebt ihre „gethrifteten“ Looks und setzt dabei auf Klassiker, wie das Calvin Klein Shirt (links), das sie für unter 10 Euro erstanden hat. (Foto: Bryan Marden, instagram.com/photo_bryan_marden)

 

Als „Fashion Hound“ ist die Australierin online anzutreffen. Faye versteht sich als „Secondhand Botschafterin“ und „Sustainable Stylist“. „Secondhand hat nichts damit zu tun mit seinem eigenen Stil zurückzustecken“, erzählt Faye begeistert. Für sie ist ihre Mission Menschen zu bewusstem Konsum zu verhelfen und auf bereits vorhandenes zurück zu greifen. Vor sieben Jahren begann sie ihre Reise. Damals hatte sie noch keine Ahnung, wie sie ihr Ziel erreichen könnte, „also habe ich einfach meinen Job selbst kreiert.“ Einfach war es allerdings nicht. Faye stieß besonders anfangs auf Ablehnung, die sie allerdings nicht von ihrer Vision abhielt. Es hat sich bezahlt gemacht. Mittlerweile ist sie erfolgreich als Stylistin und in der australischen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Der neueste Trend, nachdem wir ausschauen halten sollten? „Färbungen mit natürlicher Pflanzenfarbe haben jetzt ein Comeback. Fantastisch!“ Upcyceln, ausborgen, tauschen oder Secondhand kaufen, sind die liebsten Wege, wie Faye an neue Teile kommt.

 

 

Alex van Os

Auf den gleichen Pfaden wie Faye de Lanty bewegt sich Alex van Os. „Die Modeindustrie ist eine der größten umweltverschmutzenden Wirtschaftszweige der Welt. Ihr Impact ist riesig. Ich möchte helfen dies zu ändern“, stellt sich ‚Eco Stylist‘ Alex van Os vor. „Wir brauchen nur ein paar Gewohnheiten ändern und schon können wir die Welt grüner machen – und natürlich fantastisch dabei aussehen!“ Weitere Inspirationen von Alex gibt es im Podcast „Pre-Loved“ zu hören.

 

Olivia Wilde

Kenn‘ ich die? Ja, wahrscheinlich! Erstmals wurde der Hollywood-Star in der Kult-Serie „The O.C.“ bekannt, später kamen Blockbuster wie „Cowboys & Aliens“ dazu. Doch neben der Schauspielerei hat Olivia Wilde noch ein weiteres Faible: Unser Planet. Zusammen mit einer der größten Secondhand-Plattformen der USA – thredUP – hat sich Wilde eine Kollektion ausgedacht, die es in dieser Form noch von keinem anderen Hollywood-Star gegeben hat. Und das heißt im Dschungel der vielen Star-Kollektionen doch etwas!

Olivia Wilde (links) mit Babs Burchfield (Foto: threadUP)

 

In der Kollektion von Olivia Wilde wurden Secondhand-Shirts neu bedruckt. (Fotos: threadUP)

Unter #chooseused vereint Olivia ihre Fans in selbst selektierten Shirts und Denim Jackets. Diese wurden mit Retro-Prints neu bedruckt und sind mit „used goods“ („verwendete Ware“) oder „I wear used clothes“ („Ich trage gebrauchte Kleidung“) geprintet worden. Über 4.000 Kleidungsteile wurden damit vor der Tonne gerettet. Darüber hinaus gehen 10 Prozent des Reinerlöses an den thredUP Circular Fashion Fund. „Ich sammle Vintage-Kleidung seitdem ich 12 bin. Ich habe es immer geliebt Teile zu tragen, die eine eigene Geschichte haben.

 

Jedes Teil hat Seele.
– Olivia Wilde

Ich liebe die Idee, dass gebrauchte Klamotten ein eigenes Abenteuer gehabt haben, bevor sie zu mir kamen. Jedes Teil hat Seele“, meint Olivia Wilde. Mit Creative Director Babs Burchfield hat Olivia Wilde außerdem die Agentur Conscious Commerce gegründet, die große Unternehmen berät, wie sie Nachhaltigkeit kommunizieren können.
Bleibt nur zu hoffen, dass ihr auch andere ihrer Kollegen folgen und ähnliche Ideen zu Tage fördern.

 

„Eco Warrior Princess“

Gegründet von Jennifer Nini, macht „Eco Warrior Princess“ ihrem Namen alle Ehre. Hier wird nicht um den heißen Brei herumgeredet, wenn es darum geht auf wichtige Themen hinzuweisen. Klimaschutz, Fair Trade und Nachhaltigkeit, sind die Themen jenes Online-Magazines, das sich in den letzten Jahren in der Lifestyle-Szene etabliert hat und sowohl mit politischen als auch aktivistischen Themen dazu aufwarten kann. Die Bloggerin aus Melbourne startete ihre Karriere nach einer China-Reise 2008, wo sie auf unglückliche Fabriksarbeiter und Umweltverschmutzung rund um Modeproduktionen traf, wie sie in einem Interview verriet. Der Rest ist Geschichte.

 

Birgit Niederhauser

Foto: Caroline Hajny

 

Zwei Stores und ein wachsendes Online-Business, sind die Grundpfeiler des Secondhand-Reiches, das sich Birgit Niederhauser mit ihrer Marke ONIMOS aufgebaut hat. Studierte sie einst Internationales Management und Entrepreneurship, reiste sie während des Studiums nach L.A., Sydney, Paris und Helsinki, wo sie auf Secondhand-Stores stieß, die ihr Leben veränderten. Schließlich verlor Birgit an London ihr Herz. Besonders der hippe Stadteil Shoreditch hatte es ihr angetan. Ihren ersten Vintage-Store eröffnete sie 2015 in ihrer Heimatstadt Augsburg, 2018 kam der zweite Store in Shoreditch hinzu. Wer allerdings nicht nach London oder Augsburg kommt, braucht nicht zu verweifeln. Die selektierten ONIMOS-Teile gibt es auch am Asos Marketplace zu kaufen.

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