Ünique macht Skis. Und was für welche.

Bretter, die die Welt bedeuten, haben in Österreich eine andere Bedeutung. Eine ganz andere. Dass es neben Massenfertigung auch individuelle Skier gibt mit denen sich die Hänge hinunterwedeln lässt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht. Dank den beiden Wienern Clemens Frankl und Dominic Haffner gibt es aber jetzt die Möglichkeit zum maßgeschneiderten. Ihr gemeinsames Ziel: Den ultimativen Ski zu kreieren.

Das technische Verständnis von Dominic und das Marketing- und PR-Know- how des ehemaligen Politikwissenschaftler Clemens, welches von der Leidenschaft zu den eisigen Winterkristallen verbunden wird, gibt eine einzigartige Mischung.

Bereits seit guten fünf Jahren, kann man die jungen „Skibauer“ in einem unscheinbar wirkenden Hinterhof des 15. Wiener Gemeindebezirk finden, denn dort versteckt sich die Werkstatt von Ünique Skis in einem rustikalen Backsteinhaus. Zwei bis vier Wochen dauert es, bis das Ünikat fertig ist.

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Foto: Marion Luttenberger

5 gar nicht so eisige Fragen gibt es jetzt an Ünique Co-Gründer Clemens Frankl…

Was machst Du am liebsten, wenn Du gerade nicht am Skifahren bist oder in der Werkstatt stehst?

Clemens Frankl: Ich bin in den letzten Jahren etwas eindimensional geworden und in meinem Leben dreht sich so gut wie alles um unser Unternehmen und ums Skifahren. Im Sommer ist mein liebster Ausgleich das Frisbee-spielen. Ich bin aber ein sehr geselliger Mensch. Daher bin ich sehr viel unterwegs und versuche aktiv gerade meine internationalen Freundschaften mit Kurztrips zu pflegen.

Was war Dein verrücktester Ski-Job bis jetzt?

Clemens Frankl: Ich habe nach meinem Studium meinen ersten Job nach ein paar Wochen gekündigt, meine Skischuhe eingepackt und bin nach Japan geflogen um eine Saison lang Skifahren zu gehen. Ich habe mir gedacht: „Wenn ich das jetzt nicht mache, dann passiert es nie.“ Schlussendlich war ich Skilehrer in Niseko und habe mit 13 Kollegen aus aller Welt vier Monate lang auf kaum-geheizten 60 m² gewohnt. Rückblickend betrachtet habe ich nie wieder in einer grauslicheren Unterkunft gelebt – wir haben das Apartment liebevoll „The Slum“ genannt – und dabei trotzdem jede Sekunde geliebt. Es war mit Sicherheit eine der schönsten und besten Erfahrungen die ich je gemacht habe.

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Foto: Jürgen Knoth

Dein Lieblingsort zum Skifahren?

In Österreich liebe ich Kitzbühel – ganz besonders die Pass Thurn Seite. Ich fahre dort Ski seit ich denken kann und kenne jeden Stein, jeden Baum und jeden noch so versteckten Hang.

International geht für mich nichts über Hokkaido in Japan. Wer Tiefschnee liebt, wird dort sein Eldorado finden. Nach dem Skifahren sollte man unbedingt ein Bad in einer der heißen Quellen – einem Onsen – nehmen. Und wenn man fantastisches Essen zu schätzen weiß, führt ohnehin kein Weg an Japan vorbei…

Wie siehst Du die Zukunft des Skifahrens in Anbetracht der globalen Erwärmung?

Clemens Frankl: Skifahren hat selbstverständlich eine Zukunft, aber die Industrie muss sich an neue Begebenheiten anpassen. Der Winter verschwindet in den Alpen ja nicht, sondern er wird nur kürzer. Es gilt also spezielle Nischen zu bedienen, in denen sich leidenschaftsgetrieben Skifahrer bewegen. Für uns ist das die Nische der Tourengeher und Freerider. Die kaufen den Ski sobald der Schnee da ist, egal ob das im November oder erst im Februar der Fall ist.

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Foto: Nadine Poncioni

Dein Wunsch 2017 für Ünique?

Letztes Jahr wurden wir, ein wenig überraschend, bei der größten Wintersportmesse der Welt – der ISPO in München – als eine der besten neuen Skimarken ausgezeichnet. Dadurch hat das Projekt einiges an Fahrt aufgenommen. Ünique Skis entwickelt sich derzeit also voll nach Plan. Die Saison hat für uns sehr stark begonnen und wir wollen in diesem Jahr unsere Bekanntheit weiter steigern und weiterhin durch fantastische Ski das Vertrauen unserer Kunden gewinnen – und dazu sind wir immer auf der Suche nach dem perfekten Ski für den individuellen Fahrer.


Titelfoto: Marion Luttenberger

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