Lea Elci: UMESSEN für das Klima

Die Umwelt UMESSEN. Lea Elci, Schülerin und Friday-for-Future-Aktivistin, ist mit ihrem Buch angetreten, um im Alltag Tipps und Tricks zu geben, wie man für Umwelt und Klima über den Tellerrand blickt, um diese am Teller positiv zu beeinflussen. Aus einer kulinarischen Familie stammend, erzählt sie uns im #jungbleiben Interview, wie sie sich im Rahmen eines Schulprojekts mit dem Thema des klimafreundlichen Essens beschäftigt hat und sich daraus ein Buch formte. UMESSEN ist eine Sammlung innovativer Rezepte von SpitzenköchInnen, die jetzt im Brandstätter Verlag erschienen ist. Dazu gibt es hilfreiche Tipps, um den eigenen Fußabdruck grüner zu machen.

 

Was bedeutet UMESSEN für dich?

Lea Elci: „Das Wort UMESSEN, bedeutet umweltbewusstes Umdenken im Bezug auf unsere Ernährung. Also Essgewohnheiten ändern, umessen eben… Und das Projekt ist mein Beitrag dazu, ich hoffe damit Menschen dazu zu bewegen sich Gedanken drüber zu machen, was täglich auf ihren Tellern landet, um eine nachhaltigere Lebensweise zu fördern und die Folgen des Klimawandels einzudämmen.“

Wie bist du auf die Idee gekommen ein Buch aus deinem Schulprojekt zu machen?

Lea Elci: „Also ein Schulprojekt war das erste Umessen, da sollten wir uns über ein halbes Jahr ein Projekt überlegen und an diesem arbeiten. Ich habe mir dann überlegt, was mir nahesteht und was mir wichtig ist oder mich bewegt. Gutes Essen hatte ich von klein auf immer um mich herum, da meine Mama Konditorin und mein Papa Koch ist. Außerdem ist der Klimawandel ein Thema, welches mich viel beschäftigt und ich will mich nicht machtlos fühlen, sondern etwas dagegen unternehmen. Diese Bereiche habe ich so zusammen gebracht, indem ich verschiedene Menschen nach einem klimafreundlichen Gericht gefragt und daraus ein Kochbuch gestaltet habe. Weil dieses Projekt dann ziemlich gut ankam, haben mein Papa und ich uns entschieden ein neues Buch, mit den selben Grundsätzen aber in einem etwas anderem Umfang zu machen. UMESSEN 2.0 also.“

Immer wieder merke ich wie schnell man Dinge kauft, die man eigentlich überhaupt nicht braucht und jedes Mal versuche ich dann, es einfach zu lassen und mit dem zufrieden zu sein was ich schon habe.

Worauf dürfen sich die LeserInnen deines Buchs freuen?

Lea Elci: „Auf viele leckere Gerichte, die hoffentlich dazu anregen sich bewusster zu ernähren. Zu gucken, woher kommt was ich esse, wann hat es Saison und zu welchem Preis wurde es hergestellt. Also auf leckeres Essen, gemischt mit gutem Gewissen.“

Die Küche ist ein guter Startpunkt für den nötigen Wandel.

Wie kann man nachhaltig kochen?

Lea Elci: „Naja, da gibt es nicht den einen richtigen Weg. Und es ist auch sehr schwer alles richtig zu machen. Erstmal ist es wichtig, sich überhaupt mit dem auseinanderzusetzen, was man isst. Wie auch oben geschrieben, zu gucken wo kommt mein Essen her, wann hat was Saison etc. und damit dann Neues auszuprobieren. Weniger Lebensmittelverschwendung durch weniger einkaufen, ist ebenso wichtig. Auch ein reduzierter Konsum von tierischen Produkten! Wenn man sich wirklich für ein enkeltauglicheres Leben einsetzen will, kann man sich natürlich auch in allen anderen Bereichen Gedanken machen. Werdet laut, tauscht euch aus und guckt wo ihr euren Beitrag leisten könnt. Die Küche ist nur ein guter Startpunkt für den nötigen Wandel.“

Welchen Tipp befolgst du täglich, um ein nachhaltigeres Leben zu führen?

Lea Elci: „Nicht das Einzige, aber ich glaube tatsächlich, dass das Wirksamste was ich tue ist auf Fleisch zu verzichten. Denn abgesehen von den schrecklichen Bedingungen unter denen die Tiere meistens leben, ist die Nutztierhaltung laut dem Worldwatch Institut für ganze 51 Prozent der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Und ein Kilo Rindfleisch verbraucht in der Produktion 13 bis 15 Kilogramm Co2 sowie über 15.000 Liter Wasser. Krass oder? Außerdem versuche ich mein Konsumverhalten allgemein zu regulieren. Haben wir hier nicht eigentlich von allem viel zu viel? Immer wieder merke ich wie schnell man Dinge kauft, die man eigentlich überhaupt nicht braucht und jedes Mal versuche ich dann, es einfach zu lassen und mit dem zufrieden zu sein was ich schon habe. In den meisten Fällen ist das mehr als genug …“

Hast du ein Lieblingsrezept, das du schon öfter gekocht hast?

Lea Elic: „Ein Lieblingsrezept jetzt nicht direkt, ich finde es wahnsinnig schwierig, sich bei so vielen Gerichten für ein einziges zu entscheiden. Aber was ich jetzt schön öfters gekocht habe, ist die vegetarische Lasagne. Über die freut sich jeder und jede und sie hinterlässt ein wohliges Gefühl.“

 

 

Fotos: Seren Dal | Brandstätter Verlag

15. März 2021
Thomas Waidhofer: das Kind im Künstler
18. März 2021
Diese Frauen denken Österreichs Hotels neu

Kommentieren

Die E-Mail Adresse wird auf der Website nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet und müssen ausgefüllt werden.