„verbesserlich“! Job-Coach Lisa Kögler weiß wie’s geht

Lisa Kögler redet gerne über Sweetspots und Purpose. Ihre Berufung hat die 32-jährige als Coach im wahrsten Sinne des Wortes gefunden. Nachdem sie ihr eigenes Leben von der Bau-Ingenieurin zur Lebensberaterin verändert hat, unterstützt sie heute die junge Generation darin die eigene Entscheidungskompetenz zu verbessern, mehr Lebensqualität zu erlangen und den für sie richtigen Weg in ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu gehen. Dies gibt sie auch in ihrem Podcast „Mehr vom Guten“ weiter.

Das #jungbleiben Magazin hat mit ihr über die Herausforderungen der Arbeitswelt und die Entdeckung des eigenen Potentials gesprochen.

 

„verbesserlich“ zusammengefasst: Worum geht es?

Lisa Kögler: „Als diplomierte Systemische Beraterin und Purpose-Coach ist es meine Vision, dass so viele Menschen wie möglich den Mut finden, ihr volles berufliches und persönliches Potential auszuschöpfen, indem sie eine ermutigende und fördernde Community erleben. Mit meinem verbesserlich Coaching unterstütze ich vor allem Millennials und Gen Zs darin, ihren Purpose zu definieren und den für sie passenden Lebensentwurf zu finden.“

 

Was bedeutet es „Sinn in der Arbeit“ zu finden?

Lisa Kögler: „Das muss jeder und jede für sich selbst beantworten. Manchmal haben wir dazu Bilder im Kopf, wie Mutter Theresa oder Dinge zu tun, die anderen helfen (Krankenschwester oder Lehrerin sein). Dabei vergessen wir, dass wir in Wahrheit mit all unseren Talenten der Gesellschaft, also anderen, helfen. Was für den einen Sinn macht, muss es nicht auch für den anderen tun. Darin liegt die Krux – nicht auf das zu hören, was andere sagen oder erwarten, sondern den eigenen Weg zu finden. Was finde ICH sinnvoll? Wenn man Sinn empfindet, dann weiß man es auch.“

Die Neue Arbeitswelt ist im Umbruch und ändert sich rasant: Was rät man jungen Menschen, die gerade am Anfang ihrer Ausbildung stehen, um auch nach der Ausbildung zu bestehen?

Lisa Kögler: „Die junge Generation ist sich der Unsicherheiten bewusst. Wird es für uns noch ein tragfähiges Pensionssystem geben? Die Arbeitslosenzahlen sind am Höchststand. Was bedeutet die Corona-Wirtschaftskrise für mich? Wird es mir einmal schlechter gehen als meinen Eltern? Corona hat gezeigt, wie instabil und fragil unser System ist, das wirtschaftliche und das politische. Der Ruf nach Sicherheit wird daher in der nachfolgenden Generation, der Gen Z, wieder lauter, wie die Psychologie Professorin Dr. Jean Twenge in Studien zeigt. Das ist verständlich. Jobs in der klassischen Erwerbsarbeit haben in der Vergangenheit Sicherheit geboten. Das wird mittelfristig nicht mehr so sein. Durch die Digitalisierung wird es künftig weniger Arbeitsplätze geben. Es wird daher wichtig werden, sich unersetzlich zu machen. Das gelingt mit Potentialentfaltung und indem man das tut was man selbst als sinnvoll erachtet und wirklich gerne tut. Die wichtigste Frage ist also: Was ist es, was ich wirklich, wirklich will?

 

Was sollten Quereinsteiger beachten, wenn sie in ein neues Kapitel ihrer Karriere starten?

Lisa Kögler: „Sich selbst Zeit zu geben. Nicht zu schnell zu viel erwarten. Ein Umstieg bedeutet einen hohen Zeit- und Energieaufwand. Man sollte dazu bereit sein, diese Kosten auf sich zu nehmen. Dabei hilft, das Ziel vor Augen zu haben: Warum will ich das wirklich? Am Weg werden unausweichlich schwierige Zeiten kommen – es hilft, wenn man sich darauf vorbereitet, in dem man sich diese Frage klar beantwortet.“

 

 

Es wird viel von Work-Life-Balance geredet, aber was bedeutet sie wirklich?

Lisa Kögler: „Selbstfürsorge. Der einzige Mensch, der dafür verantwortlich ist, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, ist man selbst. Dinge wie die eigene Gesundheit, Zufriedenheit oder gesunde Beziehungen, kann man nicht in Zahlen messen. Den monatlichen Verdienst, die höhere Position etc. schon. Ich denke nicht, dass Work-Life-Balance etwas mit Stunden oder Zeit zu tun hat. Im Kern geht es darum, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und sich der eigenen Gestaltungskraft bewusst zu sein, die wir hier in Österreich Großteils haben. Es liegt an einem selbst sich den Alltag und das Leben so einzurichten, dass man darin glücklich ist und zur eigenen Gesundheit beiträgt. Ob das eine 30- oder eine 50-Stunden-Woche an Arbeit beinhaltet ist individuell zu beantworten. Die Verantwortung für das eigene Glück zu übernehmen, bedeutet auch, sich von äußeren Erwartungen zu befreien und sich selbst zu ermächtigen.“

 

Wer jetzt neugierig geworden ist, der hat in Lisa Köglers neuestem Projekt – „Friday Night Talk“ – die Möglichkeit online und kostenlos sich Anregungen rund um das eigene Potential zu holen und Ideen auszutauschen. Die nächste Expedition Y startet am 12.10.2020 – 8 Wochen lang machen sich bis zu 6 Personen bei einem Intensivcoaching gemeinsam auf die Reise zu ihrem Sweetspot.

 

 

Foto von Lisa Kögler, Foto: Erin East
8. September 2020
Rezept: Foccacia Garden
18. September 2020
#jungbleiben Talks X Jutta Ambrositsch im jungbleiben Portrait

Kommentieren

Die E-Mail Adresse wird auf der Website nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet und müssen ausgefüllt werden.