Wer jung bleiben will, ist im Herzen ein Wikinger.

Valentin Schulz rennt und rempelt seit 11 Jahren für das Wiener Football-Team Vienna Vikings – und hat an Erfolgen bisher alles geholt, was zu holen war.

Wer immer noch glaubt, dass American Football hierzulande so etwas wie einen Exotenstatus besitzt, irrt gewaltig. Der Hype rund um den US-Sport hält nun schon seit einigen Jahren an und die eingefleischte Community wächst kontinuierlich.

Die Beliebtheit lässt sich dabei nicht nur beim alljährlichen Superbowl-Spektakel und den dazugehörigen, zahlreich stattfindenden Parties erkennen, auch die sportliche Leistung der heimischen Vereine und Spieler beweist, dass Österreich am besten Wege ist, eine Football-Nation zu werden.

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Und man übertreibt keineswegs, wenn man das Team der Vienna Vikings als Real Madrid des europäischen Footballsports bezeichnet: Die Wiener sind nicht nur nationaler Rekordmeister, mit insgesamt fünf Siegen haben sie auch die meisten Titel in der Eurobowl geholt, quasi der Champions League des europäischen American Football.

Einer der wichtigsten Stars des Teams ist der 26-jährige Valentin Schulz. Seit elf Jahren spielt er nun schon für die Vikings, nachdem ihm der Freund seiner Schwester auf den Sport gebracht hatte. Das war noch vor dem endgültigen Durchbruch hierzulande. „Damals hat man beim „Try Out“, einem Probetraining für Neulinge, eigentlich jeden genommen, der ein paar Klimmzüge und Liegestützen zusammengebracht hat und beim Sprint nicht völlig auf der Strecke geblieben ist“, schmunzelt Valentin heute.

Die Anforderungen haben sich mittlerweile zusammen mit dem Spielniveau und auch den Zuschauerzahlen drastisch erhöht: nach Rapid und der Wiener Austria sind die Vikings bei Heimspielen auf der Hohen Warte die am besten besuchte Sportmannschaft im Raum Wien.

Valentin spielt dabei eine zentrale Rolle in der Defensive der Vikings. „Als Safety bin ich quasi der letzte Mann, die letzte Absicherung, um den Gegner zu stoppen“, sagt Valentin. Zu Gute kommt ihm dabei die Erfahrung, die er jahrelang selbst auf der Position des offensiven Receivers gesammelt hat, den er heute mit harten Tacklings zu Boden zu bringen versucht. Football sei zwar ein aggressiver Sport, dafür aber ein ehrlicher, so Valentin. Die Verletzungen hielten sich bei Valentin abgesehen von einer Gehirnerschütterung und einigen Schulterblessuren bisher auch in Grenzen.

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Sein größter Erfolg? „Da gab es viele“, sagt der Sportwissenschaftsstudent, der bei einem Auslandssemester in Kanada auch schon Erfahrungen im College-Football sammeln konnte. „Der Sieg in der Eurobowl vor zwei Jahren gegen die Raiders aus Tirol war sicher ein Highlight. Aber auch das EM-Finale gegen Deutschland letztes Jahr vor 27.000 Menschen im Happel-Station war einzigartig.“

Mit 26 ist Valentin zwar noch jung und im besten Football-Alter, die gewisse abgeklärte Routine besitzt er aber jetzt schon. „Eigentlich habe ich in meiner aktiven Zeit schon alles erreicht, was aus realistischer Sicht zu erreichen war“, erzählt er. Das oberste Ziel sei aber, in der kommenden Saison wieder den Titel zu holen, den man heuer an die härtesten Konkurrenten aus Innsbruck verloren hat. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

Und was hält dich jung? Verrate uns im Kommentarbereich dein Geheimnis. #jungbleiben

 

Fotos: Kurt Prinz

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