Fernblick

Changemaker Hotels – Fernblick St. Corona am Wechsel

Vom Liebhaberobjekt zum Hotspot für Party People. Michael Niederer und Andreas Wessely haben ihren Fernblick in St. Corona am Wechsel zu einem Hotel der Kategorie „Außergewöhnlich Übernachten“ gemacht.

 

Aussicht mit Weitblick

Sie haben eine ganze Region wachgeküsst – mit ihrem Faible für alte Substanzen, schrilles Design, geschmackvolles Arrangement. Michael Niederer und Andreas Wessely, die schon am Semmering eine alte Jausenstation mit Jahrhundertwendeflair in die mondäne Villa Antoinette verwandelt haben, weckten knapp zehn Jahre später das Hotel Fernblick und damit St. Corona am Wechsel aus dem Dornröschenschlaf. Ein Engagement, mit dem das Projekt von Innenarchitekt Michael und Unternehmensberater Andreas zu einem echten Change Maker Hotel wurde: Sie brachten in das „Liebhaberobjekt“ mit Panorama-View, das ihnen die Immoseiten von willhaben vor die Augen gespült hat, vor allem eine große Portion Weitsicht.

Fernblick

Großes Kino statt Filmriss

 

Die Vision war schnell klar, sie wird in der Lightbox über dem Eingangsportal angekündigt: „Alles außer gewöhnlich“.

 

Die neuen Eigentümer haben dem Haus Glanz und Glamour gebracht, Verspieltheit und dem Ort neue Perspektiven. Denn das 400-Seelendorf ist eher ein Platz für Ab- als für Zuwanderer:innen gewesen. Vor allem für die Jugend gab es kaum noch Gründe hier zu bleiben. Inzwischen haben Michael und Andreas auch noch das gegenüberliegende, leerstehende Hotel dazugekauft – ihr nächstes Projekt. Es wächst gerade wie der Fernblick mit ihren Ideen heran. Das hat bei den Einwohnern von St. Corona Eindruck gemacht.

„Wir sind keinen Investoren und auch nicht der Politik Rechenschaft schuldig“, erklärt Andreas. „Wir sind nur uns gegenseitig und unseren Mitarbeitern Rechenschaft schuldig. Wir machen die Dinge mit Leidenschaft.

 

Ich kenne beispielsweise von niemandem im Team den Lebenslauf. Wir wissen, dass die Leute das Herz am richtigen Fleck haben und übergeben ihnen schnell viel Verantwortung.”

 

Somit ist aber auch klar, dass das wirklich ‚ihr‘ Haus ist.“ Kein Wunder, dass die Einheimischen selbst mittlerweile wahnsinnig stolz auf den Fernblick sind. Als der ORF das Finale der Serie „Vorstadtweiber“ im Fernblick gedreht hat, „war der Ort, glaub’ ich, noch stolzer darauf als wir, weil sie das ja auch so gerne schauen“, erzählt Michael.

Fernblick

Paradiesvögel und Neonträume

Und wie das Motto am Eingang, der wirkt, als betrete man ein Kino, schon sagt: Der Fernblick ist kein gewöhnliches Hotel. Eigentlich ist er ja gar kein Hotel im engeren Sinn. Man wohnt hier wie in einem Hotel, aber es steht meistens nur geladenen Gäste offen – von Hochzeiten, Feiern, Partywochenenden, Firmenevents. Aber wer hier geladen ist, darf sich wie in einem Film, wenn nicht gleich wie in einem Hollywoodstreifen fühlen. Denn Michael und Andreas haben Farben und Muster und Materialien zusammengebracht, die man so noch nie zusammen gesehen hat, aber sich beim Anblick gleichzeitig fragt, warum eigentlich nicht, wo es doch so hervorragend passt?

Fernblick

Tapeten mit Paradiesvogelmuster und goldene Ananaslampen, Jugendstilkacheln und Mid-Century-Stühle, Bastmöbel und Marmortresen, Pfauenfedern und ein Stuhl aus Plüschschwanenhälsen.”

 

Dazu hat das Fernblick einen Frühstückssaal, in dem man bis zum Afternoon Tea sitzen bleiben möchte, außerdem einen Garten samt Poolbar, die ein bisschen an Miami erinnert und ein bisschen an Schönbrunn, und natürlich eine versteckte Felsenbar, in der sich die schillerndsten Neonträume ausleben lassen. Die Fantasie und Inspiration für so ein Konzept kann man nur in einem Haus, an einem Ort mit Geschichte finden. „Wir reißen nichts ab“, sagt Andreas, „wir lieben alte Substanz. Einen Neubau könnte ich mir gar nicht vorstellen. In einem alten Bestand kann es schon viele Überraschungen geben, aber das Nette dran ist ja, dass du dich an etwas festhalten kannst.“

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Festgehalten haben die beiden auch an der alten Linde, die im Park des Fernblick steht und die nicht zuletzt den Kaufimpuls für diesen filmreifen Ort gab. „Wir haben wirklich viel Arbeit in den Garten gesteckt“, sagt Andreas, „vor allem den Teil um die alte Linde herum. Den haben wir gemeinsam mit der Boku gebaut, damit dem jahrhundertealten Baum nichts passiert.“ Sie hat vieles schon gesehen, die alte Linde, aber jetzt spielt es hier ganz großes Kino.

 

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Fotos: © Matthias Kronfuss, ivoryrose

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