Leni Charles im #jungbleiben Portrait
Wir kreieren nicht nur Mode im Kontext der Diversität, sondern auch systemrelevante Artworks, Events und Poetry, um auf kreative Art und Weise Bewusstsein zu schaffen, einerseits für das Empowerment marginalisierter Menschen und andererseits auch für die Mehrheitsgesellschaft.
In unseren Artworks deuten wir auf die Wichtigkeit von intersektionalem Feminismus hin.
Bei unseren Event-Experiences laden wir Menschen dazu ein, mit uns gemeinsam zu reflektieren, zu meditieren, und auf eine innere Reise zu gehen. Wenn man etwas verändern möchte, ist meiner Meinung nach der erste Schritt, bei sich selbst anzufangen. Dinge die sich im Jetzt und im Ungleichgewicht befinden, zu balancieren, wenn man die Möglichkeit hat. Ich empfinde auch, dass mit Nachhaltigkeit neben dem Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt, auch die Qualität sozialer Verbindungen gemeint ist, die durch gemeinsame Unterstützung ein gesundes Zusammenleben fördern können - ganz unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderen Merkmalen.
Was bedeutet VeränderJung für dich und was war dein kältester und mutigster Sprung ins Wasser bisher?
Veränderjung ist für mich das Loslassen von veralteten Erwartungshaltungen der Gesellschaft gegenüber dem eigenen Lauf des Lebens. Für manche wäre mein Leben wahrscheinlich Chaos: Zu ungewiss. Ein Roller-Coaster. Selbständig. Single-Mom. Unverheiratet. Keine Häuslbauerin – vielleicht wäre ich auch das komplette Gegenteil, hätte ich nicht die Wichtigkeit von Traumaaufarbeitung erkannt. Ich bin mittlerweile 34 Jahre alt und ich habe mich noch nie so jung, lebendig, gesund und frei gefühlt wie jetzt. [Und wer weiß, vielleicht werd ich ja auch noch eine Häuslbauerin – auf festem Fundament.] Das verdanke ich meiner starken Verbindung zur Intuition. Ihr zu vertrauen war für mich bislang das Mutigste und zugleich Sicherste was ich tun konnte.
Du bist aktuell in der Vöslauer Kampagne zu sehen und beziehst dich dabei auch auf gemeinsame Souljourneys/Imaginationsreisen und die Heilung des inneren Kindes. Was ist damit gemeint und was kann man sich unter euren Inner Garden Parties vorstellen?
Die Inner Garden Party ist eine Experience, die ich mit Cherrie ins Leben gerufen habe. Es ist ein Soulful Afternoon, der einem Möglichkeiten bietet sich selbst tiefergehend kennenzulernen und Berührungspunkte zu „deinem wahren Ich“ herstellen kann. Ich hoste die Events gemeinsam mit meiner Schwester, Cherrie. Sie hat das Handwerk „katathyme Imagination“ bei Gracia Suskiewicz gelernt. Auch ich werde mich dafür ausbilden lassen.
Durch meine bisherige Ausbildung im Spiritual Healing achte ich sehr darauf, dass die Räumlichkeiten gute Energien verströmen bevor die Gäste eintreten.
Cherrie führt die Teilnehmer:innen dann zu ihrem inneren Garten. Danach wird das Gesehene aufgemalt und die Gäste haben die Chance eine One-on-One-Session zu buchen für eine tiefergehende individuelle Bildbesprechung.
Wird es auch noch in Zukunft gemeinsame Imaginationsreisen mit euch geben?
Ja, definitiv! Unsere Inner Garden Parties werden sehr gut aufgenommen. Wir sind mit unserer Inner Garden Party auch auf einer kleinen Europa-Tour mit Terminen in Stockholm, Wien, Berlin und London.
Hast du einen persönlichen Tipp für Zuhause, wenn es um mentale Gesundheit geht?
Was die Energie in meinem Zuhause schlagartig geändert hat, war meine große Geigenfeige. Ich hatte das Bedürfnis eine Pflanze zu haben. Ich glaube an die Heilkraft von Pflanzen und besonders Blumen, egal ob im Garten, im Topf oder in der Vase. Am liebsten beobachte ich wie sich die Energie im Raum ändert, wenn ich Blumen mit heim bringe – da freut sich mein inneres Kind. Mich versetzt das Blumen Arrangieren in einen meditativen Zustand und ich widme dem Strauß oft Themen, die mich beschäftigen und versuche für mich somit meine Gedanken und Gefühle zu ordnen.
Was bedeutet #jungbleiben für dich?
Ich glaube die Antwort auf unser Generationsthema ist eben die Veränderjung – unabhängig des eigenen Alters.
Prickelnd, mild oder ohne?
Prickelnd – und Flaschen für den ganzen Tisch.



