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Published By zeigt sie uns die Zukunft der Mode

Seit 2019 arbeite die Accessory Brand Published By daran genderneutrale Accessoires zu machen. Dabei lässt sie den Betrachter:innen die Frage über, ob es Kunst oder Mode, Tasche oder Schmuck ist. Dabei gehen Creative Director Christoph Tsetinis und Managing Director Ruby Wallen auch eine Symbiose mit den künftigen Käufer:innen ein, denn bereits im Designprozess wird gefragt, welches Produkt am besten gefällt. Diese Data hilft nachhaltig zu arbeiten, da nur Modelle produziert werden, die ihre Träger:innen finden.

Mit einer deutschen Manufaktur werden die von Published By designten Accessoires schließlich per 3D-Druck zum Leben erweckt. Verwendet werden dabei recycelte Autoteile, die das “Gerüst” bilden, schlussendlich arbeitet man mit individuellen Partnern an der für Published By berühmten “chromigen” Oberfläche.

Eine Ästhetik, die an Sci-Fi erinnert und daran, dass Mode Grenzen überschreiten kann. Das #jungbleiben Magazin hat den derzeit viel beschäftigen Published By Designer Christoph Tsetinis zu seinen Inspirationen befragt und mit welchen Dynamiken er am liebsten arbeitet.

 

Christoph, wie hat es mit Publishd By angefangen?
Christoph Tsetinis: “Das war alles unglaublich spontan und ist im Grunde einfach passiert. klingt komisch ist aber wirklich so passiert. nachdem ich die uni verlassen haben hatte ich im Grunde den plan zurück nach London zu gehen . dann hat aber die liebe Camille und Marlene von der AFA [Austrian Fashion Association, Anm.] bei mir angeklopft und mir empfohlen dass ich mich doch mal beim AFA-Stipendium bewerben soll. Danach waren auch schon die ersten Ledertaschen fertig, die wie ich finde niemand wirklich brauchte. Well step-by-step bin ich bei Chrom-Taschen gelandet die wie steine aussehen. [lacht]”

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Dass die skulpturalen Objekte als Taschen auch “funktionieren” und genug Platz bieten, ist Creative Director Christoph Tsetinis wichtig.

Ihr arbeitet mit 3D Technologien. Wie denkt ihr, werden diese Produktionsformen die Zukunft des Designs bestimmen

Christoph Tsetinis: “Ich glaube 3d druck und 3d modeling shaped schon ganz lange unsere welt. wir haben es nur nie so konkret mitbekommen., egal ob Architektur oder car design alles wird seit vielen Jahren 3D modelliert und gedruckt. Ich glaube, dass die Technik immer das design beeinflusst und so wird es auch bleiben. Wichtig ist nur, dass jeder in Zukunft auf diese Techniken zurückgreifen kann und sie für sich ganz persönlich einsetzen wird. At the end its all about taste. Damit meine ich, jedes Tool muss am Ende immer als solches gesehen werden … Es ist dann an uns schönes damit zu kreieren.”

“Für mich ist es einfach wichtig, dass wir Produkte kreieren, die sich einfach vom Rest unterscheiden.”
– Christoph Tsetinis, Creative Director von Published By

Verratet ihr uns, was ihr alles in eurer Tasche bis jetzt untergebracht habt?

Christoph Tsetinis: “Im Grunde passt in jede Tasche das ganz Essenzielle: Phone, Keys, Cards, usw. Die einzige Tasche, die nie für ein Phone designed wurde ist die Rubys Lost Stone. diese Tasche war immer nur als Bag für Keys cards, usw. gedacht. Diese Tasche wurde speziell für meine Co-Founderin Ruby designed, da diese relativ oft die Schlüssel verliert. Ich dachte ein Shiny Chrome Stone sollte helfen.”

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Die Coin Purse von Published By wirft einmal mehr die Frage auf: Ist es Mode oder Kunst?

Eure Taschen mit ihren organischen Formen sind futuristisch und wirken mehr als Skulptur denn als Tasche. Was ist sie für euch? Kunst oder Mode?

Christoph Tsetinis: “Ich glaube damit habe ich mich am Anfang lustigerweise nie wirklich beschäftigt. Ob Skulptur oder Tasche – das geht einfach Hand in Hand. Ich liebe es, dass Leute das Gefühl haben sie rennen mit einem Kunstwerk auf der Straße herum. Andererseits ist es auch wirklich wichtig, dass in jede Tasche alles reinpasst und sie auch praktikabel ist. Für mich ist es einfach wichtig, dass wir Sachen und Produkte kreieren, die sich einfach vom Rest unterscheiden.”

Die Modeindustrie ist dazu angehalten einen nachhaltigen Weg einzuschlagen. Wie seht ihr das? Gibt es etwas, das ihr gerne ändern würdet?

Christoph Tsetinis: “Nachhaltigkeit ist super wichtig. Wir sind gerade dran alle Taschen aus recycelten Material zu fertigen. Weiters planen wir auch das Leder um zu stellen. wichtig ist hier kein Greenwashing zu betreiben.”

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Mit euren Taschen habt ihr sehr viel Aufwind bekommen – werdet ihr in Wien bleiben oder umziehen?

Christoph Tsetinis: “Wir bleiben in Wien. Viele unterschätzen die Stadt, aber im Grunde sind wir in ein paar Stunden überall. Ich glaube die Stadt gibt uns viel zurück und ist am Ende auch eine Oase der Calmness für uns. Wir reisen so viel, da freue ich mich richtig, wenn mich ein Taxler um 8 Uhr in der Früh grantig anhupt.”

Habt ihr einen/eine “Traumkund:in” für eure Taschen? Wenn ja, wer ist es?

Christoph Tsetinis: “Lustigerweise schauen die Kund:innen genau aus wie aus meinem Sketchbook. Das ist fast spooky. Ich hatte immer zwei Personen im Kopf für die ich designe. Dabei sind mein Bruder Philip und Ruby [Wallen, Managing Director von Published By, Anm.] meine Vorlagen. Der Rest passiert dann ganz automatisch. Und ich haben einfach extremes Glück mit meinen Taschen Leute anzuziehen die ich auch persönlich super spannend und inspirierend finde.”

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