the art of joy X Onka Allmayer-Beck – die neue Vöslauer Sonderedition N°14
Mit der Vöslauer Sonderedition N°14 bringt Onka Allmayer-Beck diesen Sommer ihre unverwechselbare Formensprache auf die Tische der österreichischen Gastronomie. Die Wiener Künstlerin, die nach Jahren in der internationalen Mode heute mit Keramik, Illustration und Design arbeitet, gestaltete für die Sorten ohne, mild und prickelnd drei skulpturale Motive, inspiriert von Freude, Begegnung und Tischkultur. So wird aus der Glas-Mehrwegflasche ein kleines Objekt mit Charakter und aus dem gedeckten Tisch ein Ort, an dem Gestaltung, Alltag und Gespräch zusammenfinden. Wir haben im #jungbleiben Portrait mit Onka Allmayer-Beck über Neuanfänge, Wiener Schmäh und die Freude am Tisch gesprochen.
Wie würdest du dich in 5 Worten beschreiben?
Neugierig, beharrlich, eigenständig, herzlich, kreativ.

Von den Laufstegen in Mailand – unter anderem für Giorgio Armani – zur eigenen Keramikkunst in Wien: Was hat dich den Schritt wagen lassen, noch einmal ganz neu anzufangen?
Ich hab das damals nicht als weiß was für ein großes Wagnis gehalten – klar war: Bei Armani hatte ich nach 5 Jahren alles gesehen, gelernt und mitgenommen, was es da zu nehmen gab. Meine Kündigung war eher spontan und es gab keinen konkreten Plan B – ich hab einfach darauf vertraut, dass sich schon alles gut fügen wird … und hatte gottlob recht.

Du sprichst von deinen Objekten als kleinen Wesen, die du magst. Wann hast du gemerkt, dass aus Material plötzlich Charaktere werden?
Das war sofort der Fall – schon bei den allerersten Objekten hab ich gemerkt: Die haben irgendwie einen Gang mehr.
In deinen Arbeiten steckt viel Wiener Schmäh – kleine, freche „Strizzis“, wie du sie nennst. Wie viel von dir selbst steckt in diesem Augenzwinkern?
In meinen Arbeiten steckt, ob ich es will oder nicht, ganz viel von mir – es ist meine nonverbale Sprache. Mir sind Humor und Sprache extrem wichtig, wir nehmen uns alle viel zu ernst – öfter mal ein kleines Augenzwinkern würde uns, denk ich, allen ganz gut tun.

In welchen Momenten fühlst du dich besonders inspiriert?
Das kann man sich leider nicht aussuchen – oft überkommt es einen einfach, oder eben leider gar nicht. Das Wichtigste ist buchstäblich, die Augen offen zu halten und sich seine Umgebung gut anzusehen – dann kann man mit bisschen Übung aus allen Dingen Inspiration holen!
Die Edition steht unter dem Motto „Freude am Tisch“. Was macht für dich einen Tisch aus, an dem man gerne bleibt?
In erster Linie natürlich die Leute, die drumherum sitzen – aber auch alleine kann man es sich an einem Tisch wunderschön machen. Ich hab es gerne festlich – schön aufdecken, vielleicht eine Blume und eine Kerze, Servietten und die Mahlzeit als solche zelebrieren, egal ob’s eine Dose Sardinen ist oder ein 5-Gang-Menü.
Deine Keramiken waren bisher Einzelstücke aus dem Atelier – jetzt wandern deine Formen über die Vöslauer Flasche in den Alltag von tausenden Menschen. Was löst dieser Gedanke in dir aus?
Meine Keramik ist von jeher dafür bestimmt, aus der Werkstatttüre zu wandern, und tut dieses, Gott sei Dank, auch sehr brav. Mit der Vöslauer Edition erreiche ich jetzt natürlich ein Riesenpublikum – und natürlich auch viele Leute, die nichts mit Kunst oder Kultur am Hut haben und von alleine nie auf meine Arbeit kommen würden. Das freut mich natürlich sehr – und ich hoffe, dass wir mit der Edition auch der einen oder anderen ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder zu einem Gespräch bei Tisch anregen können.

Für die drei Sorten ohne, mild und prickelnd sind drei skulpturale Formen entstanden. Haben die drei für dich unterschiedliche Persönlichkeiten?
Auf alle Fälle, alle meine Arbeiten kommen mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit daher – diese zu interpretieren, überlasse ich aber sehr gerne den Betrachtenden.

Wen würdest du gerne mal zu Tisch bitten und warum?
Ich lebe mit meinen Freunden und meiner Familie zum Teil so weit auseinander, in verschiedenen Städten und Ländern, und man sieht sich viel zu selten – dass ich mir viel lieber als irgendwelche Celebrities eher Freund:innen und Verwandte mit an einen Tisch wünschen würde.
Lieber an großer Tafel oder in kleiner Runde?
Auf alle Fälle beides.
Was bedeutet #jungbleiben für dich?
Versuchen, flexibel und offen für Neues zu bleiben.

Ohne, mild oder prickelnd?
Prickelnd tutta la vita.